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Kaiserslautern
Forschungsgebäude in Kaiserslautern feiert Richtfest

Kaiserslautern. In einem neuen Zentrum an der TU Kaiserslautern erforschen Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen künftig Drehimpulse atomarer Teilchen. Gestern ging das Richtfest für das Laboratory for Advanced Spin Engineering (LASE) über die Bühne.

Voraussichtlich ab 2020 arbeiten in dem Neubau Experten aus Physik, Chemie, Maschinenbau, Verfahrenstechnik sowie Elektro- und Informationstechnik unter einem Dach, wie der Landesbetrieb Liegenschafts-, und Baubetreuung mitteilte.

Grob gesagt nimmt die Spin-Forschung die eigene Drehung von Teilchen wie Elektronen oder Protonen unter die Lupe. Die ist Grundlage für Magnetismus, auf dem wiederum laut TU etwa eine schnelle Speicherung großer Datenmengen beruht. Es geht Forschern auch darum, verschiedene Spin-Phänomene nachzuweisen, sie zu kontrollieren oder zu manipulieren.

Mit dem neuen Gebäude erhalte Spitzenforschung an der TU ein neues Zuhause, sagte gestern die rheinland-pfälzische Bauministerin Doris Ahnen (SPD). Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) betonte, der Standort Kaiserslautern werde fortan auf dem Forschungsfeld noch sichtbarer. Die Baukosten von rund 40 Millionen Euro teilen sich Bund und Land, zusätzlich gibt es dem Landesbetrieb zufolge 6,8 Millionen Euro für acht neue Großgeräte.



Der Neubau bietet den Angaben zufolge knapp 3400 Quadratmeter Fläche. Um schwingungsempfindliche Messgeräte zu schützen, ruht eine Etage auf einer 80 Zentimeter dicken Bodenplatte aus Beton.

(dpa)