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Fokker 100 hatte 98 Passagiere an Bord
Zwölf Tote bei Flugzeugabsturz in Kasachstan

Moskau. Beim Absturz einer Passagiermaschine in Kasachstan sind am Freitag zwölf der 98 Insassen ums Leben gekommen. 54 weitere wurden verletzt in Krankenhäuser eingeliefert, zehn davon in kritischem Zustand. ap

Örtliche Behörden in Almaty hatten zuvor von 15 Toten und 66 Verletzten gesprochen. Das Innenministerium korrigierte diese Zahlen nach unten, und begründete die unterschiedlichen Angaben mit Aufregung und Konfusion an der Absturzstelle.

Der stellvertretende Ministerpräsident Roman Skljar sagte, die Ermittler prüften zwei Szenarien, die zu dem Unfall geführt haben könnten: einen Pilotenfehler und technisches Versagen. Ein überlebender Passagier, Aslan Nasaralijew, sagte, beim Start sei zuerst die linke, dann die rechte Tragfläche in heftige Schwingungen geraten. „Das Flugzeug gewann weiter an Höhe, stark bebend, und ging dann runter.“

Ähnlich schilderten das Sprecher von Behörden. Die Maschine vom Typ Fokker 100 der Fluggesellschaft Bek Air habe kurz nach dem Start am Freitagmorgen in Almaty an Höhe verloren, dann eine Betonmauer durchbrochen und sei gegen ein zweistöckiges Gebäude geprallt. Das Flugzeug sollte in die kasachische Hauptstadt Nursultan fliegen.



Die Fokker 100 ist ein mittelgroßes zweistrahliges Passagierflugzeug. Der Hersteller ging 1996 in Konkurs und die Produktion der Fokker 100 wurde 1997 eingestellt. Alle Flüge von Bek Air und Flugzeugen vom Typ Fokker 100 wurden für die Dauer der Untersuchung der Unglücksursache eingestellt.