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Fohlenhoflauf
Inklusion und Spaß laufen immer mit

Fast 240 Läuferinnen und Läufer gingen im vergangenen Jahr (unser Foto) beim traditionellen Fohlenhoflauf in Schwarzenbach  über die verschiedenen langen Distanzen.
Fast 240 Läuferinnen und Läufer gingen im vergangenen Jahr (unser Foto) beim traditionellen Fohlenhoflauf in Schwarzenbach  über die verschiedenen langen Distanzen. FOTO: Markus Hagen
Schwarzenbach. Ob Freizeit- oder Spitzensportler: Beim 26. Fohlenhoflauf in Schwarzenbach werden alle Teilnehmer Gewinner sein. 

Das CJD Homburg/Saar führt nach den großen Erfolgen in den letzten Jahren am Donnerstag,  6. September, den 26. Fohlenhoflauf in Schwarzenbach durch. Der Start ist ab 18 Uhr vor dem Gemeinschaftszentrum im Jugenddorf-Berufsbildungswerk.

Der Fohlenhoflauf ist ein vom Saarländischen Leichtathletik Bund genehmigter Volkslauf mit insgesamt sieben verschiedenen Disziplinen. Das Rollstuhlrennen über 0,8 Kilometer wird um 18 Uhr gestartet, während die Wanderer um 18.15 Uhr auf die insgesamt 4 Kilometer lange Strecke geschickt werden. Der Jedermannslauf über 2 Kilometer wiederum beginnt um 18.20 Uhr. Es folgen die Nordic Walking-Wettbewerbe über 5 und 10 Kilometer (18.25 Uhr) sowie die Aktivenläufe, ebenfalls über die gleichen, amtlich vermessene Distanzen (18.45 Uhr).

Der Fohlenhoflauf erhielt seinen Namen, weil auf dem ehemaligen Geländes des „Fohlenhofes“ in Schwarzenbach seit fast 40 Jahren das Jugenddorf-Berufsbildungswerk steht. Der Volkslauf wurde erstmals 1993 als „integrative“ Sportveranstaltung gestartet. Von Anfang an bis heute ist Diplom-Sportlehrer Rainer Satzky der Organisator. Unterstützt wird er dabei von zahlreichen Helfern,.



Diese Laufveranstaltung ist im Laufe der Jahre eine Traditionsveranstaltung im Saar-Pfalz Raum geworden, wird alljährlich im Veranstaltungskalender des Deutschen Leichtathletikverbandes ausgeschrieben und ist einmalig im südwestdeutschen Raum. „Wir bezeichnen sie gerne als Integrationsveranstaltung, wo Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben“, so Satzky. Dass alle Menschen an der Veranstaltung teilnehmen können, verdeutlicht die Auswahl der Disziplinen. Für jeden ist „was dabei“ – ob für Jung oder Alt, Kinder oder Senioren, Breitensportler oder Hochleistungssportler und sogar für Rollstuhlfahrer, Wanderer und Nordic Walker.

„Das gemeinsame Miteinander steht und stand schon bei den Anfängen im Mittelpunkt“, so Satzky. „Damals sprach noch kein Mensch von Inklusion, wir haben aber schon damals die Rahmenbedingungen geschaffen und dem Anspruch der Inklusion absolut entsprochen“.

Es gibt keine Ausgrenzung, keine Sonderläufe für Behinderte, keine Randgruppen, wie beispielsweise Ausländer. Mittlerweile nehmen am Fohlenhoflauf auch Sportler mit geistiger Behinderung aus dem Saarland und der Westpfalz teil, wie auch Teilnehmer aus der Jugendhilfe und junge Flüchtlinge aus Afghanistan und Eritrea. „Da sind tolle Lauftalente dabei“, erzählt Rainer Satzky. Die Laufstrecken führen durch die landschaftlich reizvolle Umgebung vom Jugenddorf-Berufsbildungswerk ins Lambsbachtal in Richtung Kirrberg und wieder zurück. Auch dieses Mal werden bis zu 500 Freizeit- und Spitzensportler aus der näheren und weiteren Umgebung erwartet. Die Siegerehrung wird ab 20 Uhr im Gemeinschaftszentrum der CJD Homburg/Saar vorgenommen.

„Alle Teilnehmer sind Sieger, alle Teilnehmer erhalten Urkunden, alle Teilnehmer werden geehrt“, so Satzky. Somit hat der Fohlenhoflauf einen wichtigen sportintegrativen Charakter.