| 21:01 Uhr

FCK tritt in 3. Liga auf der Stelle
Ein sicher geglaubter Sieg ist dahin

FCK-Profi Jan Löhmannsröben (rechts) verursachte in der Schlussminute in Zwickau den umstrittenen Handelfmeter, der zum 1:1 führte.
FCK-Profi Jan Löhmannsröben (rechts) verursachte in der Schlussminute in Zwickau den umstrittenen Handelfmeter, der zum 1:1 führte. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Zwickau. 1. FC Kaiserslautern kassiert in Zwickau in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 1:1. dpa

Der 1. FC Kaiserslautern hat den wichtigen Befreiungsschlag in der 3. Fußball-Liga verpasst. Beim 1:1 (0:0) gegen den FSV Zwickau verloren die Pfälzer in der Schlussminute den sicher geglaubten Sieg. Ein strittiger Handelfmeter für die Gastgeber ließ die Emotionen in der Nachspielzeit hochkochen.

Nach dem zweiten Remis in Folge und nur drei Zählern aus den vergangenen fünf Spielen steht Trainer Michael Frontzeck und seiner Mannschaft eine unruhige Länderspielpause bevor. „Sechs Punkte aus sechs Spielen sind für uns definitiv zu wenig. Wir müssen nun dreifach punkten“, erklärte der Coach, dem der Ernst der Lage absolut bewusst ist. Der Rückstand zu den Aufstiegsrängen beträgt bereits sieben Zähler, zum neuen Tabellenführer SpVgg Unterhaching acht, aber das Tabellenende ist sehr viel näher. Von der 2. Bundesliga, dem eigentlichen Saisonziel, dürfte vorerst niemand beim FCK reden.

Viel eher über die dramatische Schlussphase gestern in Zwickau. „Ich bin sehr verärgert über den Elfmeter, gerade bei dieser Deutlichkeit. Es tut mir sehr leid für die Mannschaft“, meinte Frontzeck und machte seinen Unmut über die Entscheidung von Schiedsrichter Markus Wollenweber deutlich. Lauterns Jan Löhmannsröben spielte den Ball zwar mit der Hand, wurde aber zuvor durch einen Ellbogenschlag Ronny Königs zu Fall gebracht. Toni Wachsmuth verwandelte den Strafstoß zum Ausgleich (90.+2). Kaiserslautern konnte sich somit trotz des Führungstreffers von Timmy Thiele (60.) vor 9024 Zuschauern nicht für die eigentlich gute Leistung belohnen und muss weiter auf den zweiten Saisonsieg warten. Bislang hatte der FCK nur am ersten Spieltag sein Heimspiel gegen 1860 München für sich entscheiden können.



Im Vergleich zu den vergangenen Wochen zeigten die Roten Teufel eine stark verbesserte Leistung, doch die Chancenverwertung bleibt das große Manko. „Das ist sehr bitter für uns, dass wir für diese Leistung nicht belohnt wurden“, resümierte Kapitän Florian Dick. Beim nächsten Heimauftritt am 17. September, einem ungeliebten Montagabend-Spiel, muss gegen Fortuna Köln ein Sieg her, das ist allen klar.