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Fußball
Die Anspannung vor der ersten K.o.-Runde ist riesengroß

 Hansi Flick, Trainer des FC Bayern, feierte seinen 55. Geburtstag am Montag nicht wirklich.
Hansi Flick, Trainer des FC Bayern, feierte seinen 55. Geburtstag am Montag nicht wirklich. FOTO: dpa / Tobias Hase
London. Im Vorjahr scheiterte der FC Bayern im Achtelfinale der Champions League am FC Liverpool. Gegen den FC Chelsea soll das diesmal nicht passieren. sid

Seine Stars sangen Hansi Flick ein Ständchen, ansonsten hatte der Trainer von Bayern München einen Tag vor dem Kracher beim FC Chelsea keinen Kopf für seinen 55. Geburtstag. Flick steht massiv unter Druck. Die Botschaft auf dem Flug nach London war zwar nicht neu, aber eindeutig. „Das ist die Königsklasse, der wichtigste Titel“, sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge: „Dieser Club lechzt nach der Champions League. Davon hängt alles ab.“

Die Anspannung vor dem Achtelfinal-Hinspiel an diesem Dienstag (21 Uhr/Sky) bei den Blues ist entsprechend groß beim deutschen Rekordmeister. Ein erneutes Scheitern zum Start der K.o.-Phase in der Königsklasse wie in der vergangenen Saison gegen den späteren Cup-Sieger FC Liverpool dürfte den FC Bayern trotz aller Erfolge in der Bundesliga in seinen Grundfesten erschüttern.

„Klar haben wir international große Ansprüche“, sagte Rummenigge: „Wir werden versuchen, dass die Reise weitergeht. Unser Ziel ist es, ins Viertelfinale zu kommen.“ Auch Hasan Salihamidzic erhöhte zu Beginn der „Wochen der Wahrheit“ den Druck auf Flick und die Profis. „Die heiße Phase beginnt jetzt“, sagte der Sportdirektor: „Wir beobachten, an welcher Stelle wir etwas machen müssen.“ Damit entscheidet der Ausgang des Duells auch über Transfers und Vertragsverlängerungen. „Unser Anspruch ist, in der Champions League eine gute Rolle zu spielen“, betonte Salihamidzic, „und sie zu gewinnen.“



Niko Kovac war letztlich am frühen Aus gegen Liverpool gescheitert. Nachfolger Flick muss beweisen, dass er auch Europa kann, um seine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus zu sichern. Der Europa-League-Sieger befindet sich unter Teammanager und Club-Legende Frank Lampard im Umbruch und muss auf Schlüsselspieler N’Golo Kante verzichten. Dennoch gebe es „auch Spieler“, so Thomas Müller, „die uns wehtun können. Aber wir sind selbstbewusst, der Spirit ist da.“

Jérôme Boateng und Benjamin Pavard dürften nach ihren Gelbsperren in der Bundesliga von Beginn auf dem Platz stehen. Leon Goretzka ist nach muskulären Problemen ebenfalls wieder dabei. Auf der Gegenseite setzt der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger vor allem auf Lampard. „In solchen Spielen kann so ein Trainer ein sehr, sehr großer Faktor sein“, sagte Rüdiger.