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FCS-Gegner Düsseldorf
Klein rückt bei Fortuna ins Rampenlicht

Düsseldorf. Ex-Stürmer Klein wird Sportvorstand in Düsseldorf. sid

Uwe Kleins Aufstieg zum Sportchef des Fußball-Bundesligisten Fortuna Düsseldorf erfolgte abseits des Rampenlichts. „Man könnte sagen, ich bin den handwerklichen Weg gegangen“, erklärt der Ex-Profi. Erst arbeitete er jahrelang als Co-Trainer, dann in mehreren Positionen der Scouting-Abteilung. Spätestens im Sommer rückt er in den Vordergrund – fast 18 Jahre nach seinem ersten Arbeitstag im Rheinland.

Klein tritt beim Pokalgegner des 1. FC Saarbrücken die Nachfolge von Lutz Pfannenstiel als Sportvorstand an. Pfannenstiel hatte Mitte Februar seinen Abschied zum Saisonende bekannt gegeben, ausschließlich aus „privaten Gründen“. Die Chance für Klein. Als der Aufsichtsrat auf den ehemaligen Stürmer zuging, hatte er nicht viel Zeit zum Nachdenken. „Ich habe mir gesagt, du machst das, Uwe“, berichtet der 50-Jährige. Er gilt als sehr loyal und war schon an der Zusammenstellung der jetzigen Mannschaft als Leiter der Scouting-Abteilung maßgeblich beteiligt. Pfannenstiel soll ihn bis zu seinem planmäßigen Ausscheiden im Sommer einarbeiten.

Den Verein kennt Klein bestens. 2002 begann sein Engagement bei der Fortuna als Co-Trainer unter Slavko Petrovic in der damals viertklassigen Oberliga. Zehn Jahre später gelang ihm an der Seite von Norbert Meier der Aufstieg in die Bundesliga. Auch als es unter Lorenz-Günther Köstner oder Mike Büskens nach dem Abstieg in der 2. Liga weiterging, war Klein, der „ewige Uwe“, immer noch da. Insgesamt überlebte er als „Co“ sieben seiner Chefs – erst 2014 folgte eine zweijährige Zeit abseits der Fortuna beim Drittligisten Hansa Rostock.



2016 kehrte der gebürtige Hesse zur Fortuna zurück. Er steht für Identifikation in einem Club, der nach der geräuschvollen Trennung von Friedhelm Funkel sein Gesicht der vergangenen Jahre verloren hat. Der Bayer Pfannenstiel hatte beim Publikum schon vor der Funkel-Entlassung einen schweren Stand. Klein hingegen hat Stallgeruch, stellte in mehr als 15 Jahren Zugehörigkeit den Club über alles. Auch Trainer Uwe Rösler bezeichnet die neue Besetzung des Sportvorstandsposten als „sehr gute Lösung“. „Uwe war ja schon komplett eingebunden in alle Prozesse“, sagt Rösler, an dessen Verpflichtung Klein maßgeblich beteiligt gewesen sein soll.