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Staatenkonflikt
EU-Verhandlungen im Kosovo-Streit ohne Ergebnis

Presevo. Die Verhandlungen der EU mit Serbien und dem Kosovo sind ohne entscheidenden Fortschritt geblieben. Nach separaten Gesprächen mit dem serbischen Präsident Aleksandar Vucic und dem kosovarischen Präsident Hashim Thaci zur Normalisierung des Verhältnisses beider Länder blieben „Schwierigkeiten bestehen“, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Freitag. ap/dpa

Sie hoffe, dass beide Staatschefs ihre Diskussion fortsetzten und „in den kommenden Monaten eine rechtsverbindliche Einigung zu einer umfassenden Normalisierung ihrer Beziehungen im Rahmen internationaler Gesetzgebung erreichten“, sagte Mogherini. Es werde weitere Gespräche in Brüssel geben.

Die EU versucht seit Jahren erfolglos, zwischen den beiden zerstrittenen Nachbarn zu vermitteln. Zuletzt hatten die beiden Staatschefs zur Lösung des Konflikts einen Gebietstausch vorgeschlagen, den Deutschland und mehrere andere EU-Staaten aber ablehnen. Dieser Vorschlag sieht vor, dass sich Teile des von vielen Serben bewohnten Nordkosovos der Republik Serbien anschließen könnten. Im Gegenzug würde die Region Presevo in Südserbien mit ihrer Albaner-Mehrheit dem Kosovo angegliedert.