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EU-Gesundheitsminister treffen sich in Brüssel
Die Unruhe ist längst da

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Bisher hat Europa Glück: Die wenigen Fälle von Infektionen mit dem Covid-19-Virus betreffen nur Bürger, die sich in China angesteckt haben. Außerdem verlaufen die Erkrankungen vergleichsweise mild. Von Detlef Drewes

Doch den Gesundheitsministern der EU war in Brüssel anzumerken, dass sie diesem Frieden nicht trauen. Auch nur ein einziger Krankheitsfall, bei dem eine Übertragung außerhalb des Reiches der Mitte stattgefunden hat, könnte die Lage sofort ändern. Also verfasste man am Donnerstag weniger Beschlüsse als vielmehr Appelle, die der Bevölkerung sagen sollten: „Kein Grund zur Panik. Wir sind gut gerüstet.“ Das mag für die Sicherheitsbehörden, Kliniken und Quarantäne-Stationen stimmen, für die breite Öffentlichkeit aber nicht. Die Unruhe grassiert längst. Und dabei ist eines der größten Probleme im Zusammenhang mit dem Virus noch gar nicht spürbar: der verschärfte Mangel an Arzneimitteln.