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Sperrmüll
Wie man Sperrmüll loswird

Nicht alles, was als Sperrmüll rausgestellt wird, ist auch Sperrmüll. Badewannen, Türen oder Öltanks gehören nicht dazu.
Nicht alles, was als Sperrmüll rausgestellt wird, ist auch Sperrmüll. Badewannen, Türen oder Öltanks gehören nicht dazu. FOTO: dpa-tmn / Uwe Anspach
Nürnberg. Es gibt einige kostenlose Möglichkeiten, ausrangierten Hausrat zu entsorgen.

(dpa) Darf man seinen Sperrmüll einfach rausstellen? Wer über einen Vorgarten oder eine Garageneinfahrt verfügt, darf auf diesem privaten Grund Ausgemustertes abstellen – in der Hoffnung, dass sich jemand für die Gegenstände oder Möbel interessiert. Man sollte einen Hinweis anbringen, dass der Trödel mitgenommen werden darf.

Sperrmüll auf öffentlichem Grund abzustellen, etwa auf dem Gehweg, ist dagegen in allen Abfallsatzungen oder -gesetzen von Kommunen eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld fällig wird.

Man kann allerdings bei seiner Kommune eine Genehmigung zur Sondernutzung des Weges beantragen, wie man sie etwa auch für einen Trödelmarkt einholen müsste. Weil dafür aber meist Verwaltungs- und Sondernutzungsgebühren erhoben werden, falls die Genehmigung überhaupt erteilt wird, ist es einfacher und günstiger, den Sperrmüll vom zuständigen Entsorgungsbetrieb abholen zu lassen. Dafür wird in der Regel eine moderate Gebühr fällig, während große Elektrogeräte teilweise sogar umsonst abtransportiert werden.



Unabhängig vom Ort besteht auch immer die Möglichkeit, den Sperrmüll selbst zum Recycling- oder Wertstoffhof zu fahren. Die Abgabe für Privatleute ist dort in aller Regel kostenlos. Wer es ganz genau wissen möchte, kann in die Abfallsatzung seiner Kommune schauen. Dort ist nicht nur festgelegt, wo genau der Sperrmüll zur Abholung bereitzustellen ist und wem bereitgestellter Sperrmüll bis zu welchem Zeitpunkt gehört, sondern auch, was und welche Mengen als Sperrmüll erlaubt, welche Größenbegrenzungen einzuhalten oder welche Gebühren zu leisten sind. Viele Kommunen unterhalten auch eine eigene Abfallberatung, die oft beim Entsorgungsbetrieb angegliedert ist.

Natürlich kann man auch versuchen, die Gegenstände oder Möbel an Freunde zu verschenken, sie per Kleinanzeige und auf dem Flohmarkt zu verkaufen oder an soziale Einrichtungen zu spenden, vorausgesetzt sie sind noch in einem guten Zustand.