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Justiz
Ermittlungen gegen früheren Bürgermeister vor Abschluss

 Homburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus Roth (CDU).
Homburgs ehemaliger Bürgermeister Klaus Roth (CDU). FOTO: BeckerBredel
Homburg/Saarbrücken. In zwei Wochen stehen die Strafprozesse gegen den früheren Homburger Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU) und dessen Amtsnachfolger Rüdiger Schneidewind (SPD) auf dem Terminplan des Landgerichts in Saarbrücken. Von Michael Jungmann

Beide Politiker sind wegen Untreue, Schöner zudem wegen Betrugs angeklagt. Deren früherer Stellvertreter, Ex-Bürgermeister Klaus Roth (CDU) beschäftigt im übrigen ebenfalls die Staatsanwaltschaft.

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte Pressestaatsanwalt Mario Krah dazu jetzt mit: „Nach aktueller Einschätzung stehen die Ermittlungen vor dem Abschluss.“ Zur Zeit habe die Verteidigung Akteneinsicht, so Krah weiter.

Roths Büro im Rathaus und seine Privatwohnung waren vor einem Jahr auf richterliche Anordnung hin durchsucht wurden (wir berichteten). Die Amtszeit des 55-Jährigen als Bürgermeister endete zum 31. Oktober des vergangenen Jahres. Die Anklagebehörde ermittelt wegen möglicher Untreue und des Betrugs zum Nachteil der Stadt Homburg, konkret lautet der Vorwurf: Roth soll sich selbst bedient haben.



In einer früheren Mitteilung der Ermittler hieß es, der ehemalige Bürgermeister der Stadt Homburg soll Aufträge an Unternehmen vergeben haben, dabei soll die entsprechende Auftragssumme über Umwege an ihn selbst geflossen sein. Unter anderem ging es bei diesen Aufträgen um ein IT-Netzwerk, das aufgebaut werden sollte.

Roths Verteidiger, der Saarbrücker Rechtsanwalt Jens Schmidt, wies die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen seinen Mandanten zurück. Nach der Akteneinsicht werde bis etwa Mitte Februar eine Stellungnahme an die Staatsanwaltschaft adressiert, kündigte der Rechtsanwalt an.