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Erfrischung seit 45 Jahren

Contwigs DLRG-Chef Dominik Deutschmann, Verbands-Bürgermeister Jürgen Gundacker, Jutta Döring und Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann auf der Sprunganlage des Freibades.
Contwigs DLRG-Chef Dominik Deutschmann, Verbands-Bürgermeister Jürgen Gundacker, Jutta Döring und Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann auf der Sprunganlage des Freibades. FOTO: Norbert Rech
Das Contwiger Warmfreibad wurde im Laufe der Jahre immer wieder modernisiert und erweitert – zuletzt durch den Wasser- spielplatz.

Bekannt ist Contwig vor allem durch sein Warmfreibad. „Es ist nun schon seit 45 Jahren in Betrieb“, berichtete Jürgen Gundacker, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land. Zahlreiche Neuerungen hat es im Con Aqua gegeben, insbesondere in jüngster Zeit. Ein Anziehungspunkt sei beispielsweise der Wasserspielplatz. Eine weitere Attraktionen ist die Sprunganlage mit zwei Federbrettern (ein und drei Meter) sowie Plattformen auf einem, drei und fünf Meter Höhe.
Fast zum Inventar gehört Jutta Döring. Die Schwimmmeisterin ist hier schon seit 40 Jahren mit von der Partie. Das Bad wurde nur vier Jahre vor ihrem Dienstantritt vom damaligen rheinland-pfälzischen Sozialminister Heiner Geißler eingeweiht. „Wir haben ein richtiges Familienbad“, betont die Contwigerin. So würden viele Besucher mit Picknickkörben kommen und viele Stunden hier ihre Freizeit verbringen. Der Einzugsbereich reiche von Homburg bis in Richtung Pirmasens und ins Bitscher Land. Es gebe inzwischen viele Stammgäste, die fast jeden Tag kommen würden.
Ein Blickfang in der Gemeinde sind die vier Gotteshäuser – allen voran die protestantische Martin-Luther-Kirche. Sie wurde in der Zeit von 1781 bis 1784 im späten Barock errichtet. Die Fundamente des Turms könnten aber vom Vorgängerbau aus dem elften Jahrhundert stammen. Die Kirche wurde bis 1905 gemeinsam von Katholiken und Evangelischen genutzt. „Die Stummorgel aus dem Jahr 1843 ist eine der wenigen in Europa, auf der noch gespielt wird“, erzählt Bärmann. Sehenswert ist auch der alte Friedhof. Hier sind Grabsteine in der Mauer verarbeitet.
Die katholische Kirche St. Laurentius wurde 1906 eingeweiht. Mit dem Bau einer Lourdes-Grotte nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges löste die Gemeinde ein Versprechen ein. Sie wurde aus Dankbarkeit gebaut, weil der Ort während des Krieges von den schlimmsten Zerstörungen verschont blieb. Von der Kirche startet ein 16 Kilometer langer Wanderweg, auf dem Spuren dieser alten Handwerkskunst der Steinhauer zu sehen sind. Außerhalb des Ortes sind vor die alten Steinkreuze Zeugnisse der Fertigkeit dieses Berufsstandes.
Als herausragend bezeichnet Ortsbürgermeister Karlheinz Bärmann die Infrastruktur im Dorf. Neben Supermärkten und Läden gibt es seit einiger Zeit jeden Dienstagvormittag einen kleinen Wochenmarkt, auf dem die Besucher frisches Obst und Gemüse kaufen können. ⇥nob

Dienstags können die Contwiger auf dem Wochenmarkt einkaufen.
Dienstags können die Contwiger auf dem Wochenmarkt einkaufen. FOTO: Norbert Rech
Einige historische Grabsteine sind in der Kirchmauer verarbeitet.
Einige historische Grabsteine sind in der Kirchmauer verarbeitet. FOTO: Norbert Rech