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Equal Pay Day
Frauen sind systemrelevant, aber unterbezahlt 

Saarbrücken. Die SPD im saarländischen Landtag fordert mit Blick auf die Corona-Pandemie ein Umdenken bei der Systemrelevanz von Berufen und der dazugehörigen Bezahlung. „Egal ob im Gesundheitswesen oder im Supermarkt – es sind überwiegend Frauen, die in diesen Tagen besonders gefordert werden“, sagte die parlamentarische Geschäftsführerin Petra Berg am Dienstag zum „Equal Pay Day“, dem „Tag für gleiche Bezahlung“.

„Sie können nicht einfach Home-Office machen, sondern gehen für die Allgemeinheit ein höheres persönliches Risiko ein.“

Drei von vier Beschäftigten im Gesundheitswesen sind der SPD zufolge weiblich, im Einzelhandel machen die Frauen einen Anteil von 70 Prozent aus. Am „Equal Pay Day“ dürfe nicht einfach nur Danke gesagt werden, betonte Berg. Die Systemrelevanz dieser Berufsgruppen müsse sich auch in der Bezahlung widerspiegeln.

Frauen verdienen laut einer am Dienstag in Gütersloh veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung in ihrem gesamten Erwerbsleben nur etwa halb so viel wie Männer. Für die Studie berechneten Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Freien Universität Berlin die durchschnittlichen Lebenserwerbseinkommen vor Steuern, Abgaben und staatlichen Leistungen für das 20. bis 60. Lebensjahr. Datenbasis war dabei das „Sozio-oekonomische Panel“ (SOEP).