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Passwörter
Mehrheit setzt auf komplexe Passwörter

 Immer weniger nutzen unsichere Passwörter.
Immer weniger nutzen unsichere Passwörter. FOTO: Getty Images/ istock / sesame
Berlin. Einfache Zahlenfolgen oder Wörter sichern E-Mail-Postfach und Co. schlecht vor unerwünschtem Zugriff. Von dpa

Einfache Internet-Passwörter lassen sich zwar leicht merken, aber auch vergleichsweise schnell erraten. Die Mehrheit der Deutschen ist sich dessen inzwischen offenbar bewusst. 53 Prozent nutzen ein komplexes Passwort, das gängigen Sicherheitsempfehlungen folgt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kantar.

Das Passwort der Sicherheitsbewussten besteht demnach mindestens aus 10 Zeichen mit Sonderzeichen, Zahlen und Groß- sowie Kleinbuchstaben oder aus mehr als 20 Zeichen insgesamt. Im Umkehrschluss legt das Ergebnis nahe, dass viele weiterhin einfache Passwörter bevorzugen. Das hat kürzlich auch die alljährliche Passwort-Beliebtheitsliste des Hasso-Plattner-Instituts gezeigt. In dem Ranking landeten simple Zeichenfolgen wie „123456“ oder „password“ weit vorne.

Einige Nutzer setzen auf ergänzende Sicherheitstools, zeigt die Kantar-Umfrage im Auftrag des Bundesverbands Digitale Wirtschaft. Jeder Vierte nutzt die Zwei-Faktor-Authentifizierung, bei der neben der Passworteingabe ein zusätzlicher Sicherheitscode verlangt wird. Rund 18 Prozent verwenden ­Passwortmanager.



Mehr als ein Drittel erstellt für jedes neue Internetkonto ein eigenes Passwort und folgt so einer gängigen Empfehlung, die zum Beispiel das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt. Denn werden Zugangsdaten zu einem Dienst etwa durch ein Datenleck öffentlich, könnten Onlinekriminelle diese bei allen möglichen anderen Diensten ausprobieren und Zugriff bekommen, wenn das Passwort überall gleich ist.

Von einem anderen Sicherheitsratschlag ist das BSI jüngst abgerückt. Die Behörde empfiehlt jetzt nicht mehr, Passwörter regelmäßig zu ändern, berichtete „heise security“. Sichere, gute Passwörter ließen sich jahrelang nutzen, so das Portal. Hegt man den Verdacht, dass die Zugangsdaten Dritten bekannt geworden sind, sollte man sie rasch ändern.