| 21:30 Uhr

Interview
„Eines Spitzenpolitikers nicht würdig“

Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat mit seinem Vorwurf, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) halte durch Inhaltsleere Bürger von der Wahl ab und gefährde die Demokratie, die Union erzürnt. Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner, auch Vorsitzende der Christdemokraten in Rheinland-Pfalz, fordert Schulz im Gespräch mit unserer Redaktion auf, fair zu bleiben.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat mit seinem Vorwurf, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) halte durch Inhaltsleere Bürger von der Wahl ab und gefährde die Demokratie, die Union erzürnt. Die CDU-Vizevorsitzende Julia Klöckner, auch Vorsitzende der Christdemokraten in Rheinland-Pfalz, fordert Schulz im Gespräch mit unserer Redaktion auf, fair zu bleiben.

Frau Klöckner, Martin Schulz hat der Kanzlerin einen „Anschlag auf die Demokratie“ vorgeworfen. Was sagen Sie dazu?

KLÖCKNER ‚Anschlag auf die Demokratie‘ – eine solche Wortwahl ist eines Spitzenpolitikers nicht würdig. Wir alle wissen, wann wir von Anschlägen auf die Demokratie sprechen: wenn Attentäter, Extremisten, Terroristen unsere Lebensweise angreifen, die Menschenleben kostet. Herrn Schulz’ Vergleich ist deshalb mehr als unangemessen. Bei aller politischen Auseinandersetzung sollten wir einen ordentlichen und fairen Stil miteinander pflegen, auch im Wahlkampf.



Aber muss Merkel in diesem Wahlkampf nicht klarer machen, wofür sie die nächsten vier Jahre stehen will?

KLÖCKNER Unser Zeitplan steht und wird eingehalten. Kommenden Montag stellen Angela Merkel und Horst Seehofer unser konkretes Wahlprogramm vor. Bildung und Forschung, Familie, Wirtschaft, Sicherheit werden wichtige Schwerpunkte sein. Die erfolgreiche Entwicklung unseres Landes möchten wir auch in Zukunft weiterführen. Unter CDU-Führung wurde die Arbeitslosigkeit halbiert, der Haushalt kommt ohne neue Schulden aus, in Infrastruktur und Bildung wird massiv investiert. Das sollten wir nicht aufs Spiel setzen.

Womit will Union im Wahlkampf punkten?

KLÖCKNER Mit Sicherheit, Verlässlichkeit und Zuversicht.

Die Fragen stellte Merkur-Korrespondent Hagen Strauß. Das vollständige Interview mit Julia Klöckner lesen Sie unter www.pfaelzischer-merkur.de/berliner-buero