| 20:01 Uhr

Kein Kavaliersdelikt
Wer eine rote Ampel missachtet, dem drohen empfindliche Strafen

Stuttgart. Allein in Berlin überqueren im Schnitt fast 90 Autos pro Tag bei Rot eine Kreuzung. Diese Verstöße zählen zu den häufigsten Delikten im Straßenverkehr. np

Sie würden besonders häufig zu schweren Unfällen führen, berichtet die Fachzeitschrift Auto Straßenverkehr.

Die Strafen sind entsprechend hart: Bei einem sogenannten qualifizierten Rotlichtverstoß mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer und Sachschaden drohen ein Bußgeld in Höhe von 360 Euro, zwei Punkte im Verkehrsregister und ein Monat Fahrverbot. Von einem qualifizierten Rotlichtverstoß spricht man, wenn die Ampel länger als eine Sekunde Rot zeigte. Erfasst wird ein Verstoß an der Haltelinie. „Entscheidend ist, wann die Fahrzeugfront darüber fährt“, so Auto Straßenverkehr.

Auch bei einem einfachen Rotlichtverstoß ist die Strafe recht hoch. Wer bei unter einer Sekunde über die rote Ampel fährt und erwischt wird, zahlt 90 Euro und kassiert einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei.



Die Experten räumen auch mit der Vorstellung auf, dass die Gelbphasen der Ampeln in jeder Stadt unterschiedlich lang seien: „Die Dauer ist bei uns gesetzlich geregelt“. Sie hängt von der erlaubten Geschwindigkeit ab. Bei Tempo 50 beträgt sie drei, bei 70 km/h fünf Sekunden.