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Exkursion auf den Spuren Siebenpfeiffers
Durch Homburg auf Spuren der Demokratie

Homburg. Die Siebenpfeiffer-Stiftung lädt wieder mit „Regina Wirth“ zu einer historischen Exkursion ein. Von Martin Baus

Wo Siebenpfeiffer Violoncello spielte und Wirth zu Mittag aß, wo der protestantische Pfarrer Weber seinen Wein lagerte und der Journalist Fein um die Tochter seiner Vermieterin freite – derart mit Anekdoten verbundene Schauplätze werden beim Rundgang auf den Spuren Siebenpfeiffers durch Homburg angesteuert. Die historische Exkursion gilt jenen Schauplätzen, an denen im Vorfeld des Hambacher Festes in den Jahren 1830 bis 1832 ein Stück deutscher Demokratieschichte geschrieben wurde, heißt es in der Pressemitteilung der Siebenpfeiffer-Stiftung. Am Donnerstag, 24. August, lädt die Stiftung zu der Führung durch die Innen- und Altstadt ein.

„Die Bevölkerung war dortmals entschieden liberal; ja so sehr war dieß der Fall, daß, unter dem Volk selbst, die entgegengesetzte Gesinnung sich nicht zu äußern getraute, wenn sie auch wirklich vorhanden seyn mochte“, freute sich Johann Georg August Wirth, der Herausgeber der „Deutschen Tribüne“, über die Sympathien, die ihm gleich bei seiner Ankunft in Homburg entgegenschlugen. Dementsprechend ist die Tour zu den einschlägigen Schauplätzen der Ereignisse um Siebenpfeiffer und Wirth kein gewöhnlicher Rundgang. Vielmehr erwartet die Teilnehmer eine inszenierte Kostümführung; „Regina Wirth“, also die Ehefrau von Johann Georg August Wirth, wird in zeitgenössischer Bekleidung Revue passieren lassen, was sie in ihrer stürmischen Homburger Zeit so alles erlebt hat. In diese Rolle schlüpft Monika Link aus Zweibrücken.

Haltepunkte sind das Terrain, auf dem sich einst Siebenpfeiffers Wohnung und auch das „Landcommissariat“ befanden, die Druckerpresse, auf der Wirths „Tribüne“ zeitweise gedruckt wurde, das Gasthaus Cappel, in dem das erste von zahlreichen „Festbanketten“ stattfand, das Gebäude, in dem Wirth arbeitete und mit seiner Familie lebte und schließlich auch der Freiheitsbrunnen am Rondell. Die Teilnahme ist kostenlos, und Ausgangspunkt ist um 18 Uhr das Außengelände des Siebenpfeiffer-Hauses. Die Begehung dauert etwa anderthalb Stunden, heißt es in der Mitteilung der Veranstalter.