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| 20:39 Uhr

Drillinge
Die Neujahrsdrillinge dürfen nach Hause

Homburg/Namborn. Es kommt nicht alle Tage vor, dass Drillinge geboren werden, noch dazu in der Neujahrsnacht. Nun guckten die drei Buben erstmals in die Kamera. Von Christine Maack

Der dunkel-
blaue Kleinbus mit WND-Nummernschild parkte gestern Nachmittag direkt vor dem Eingang der Universitätskinderklinik in Homburg. Ein historischer Moment für Nicole
Schmitt-Schwindling und Michael
Josef Schmitt. Denn mit diesem Auto starteten sie um 16 Uhr in Richtung Namborn - und damit ins neue Leben als Familie mit Kindern.

Im alten Jahr waren sie noch als Paar ans Uniklinikum gekommen, im neuen Jahr waren sie schon Eltern von drei Buben. Denn kurz nach Mitternacht am 1. Januar 2018 erblickten im Minutentakt Niclas um 0.02, Felix um 0.03 und Jacob um 0.04 Uhr das Licht der Welt und waren damit die ersten saarländischen Babys im neuen Jahr. Allerdings waren sie, wie bei Drillingen üblich, vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin mit Kaiserschnitt entbunden worden und noch sehr winzig und schwach. Was sich aber geändert hat, denn sie haben inzwischen ordentlich zugelegt und wiegen nun jeweils so viel wie ein Neugeborenes mit Normalgewicht, also etwas über drei Kilogramm.

Ein Kaiserschnitt sei bei Drillingen üblich, betonte Professor Michael Zemlin, der Leiter der Universitätskinderklinik, „vor allem im Interesse der Mutter“. Dass die Babys ausgerechnet zum Jahreswechsel entbunden wurden, war Zufall und in keiner Weise geplant. „Wir wollten eigentlich noch in Ruhe Silvester feiern“, betonte Vater Michael Schmitt (30), „ich habe einen alkoholfreien Piccolo geholt, als ich zurückkam, lag die Nicole schon im Kreißsaal.“ Eine Drillingsgeburt ist am Universitätsklinikum zwar Routine - denn hier werden wegen der Top-Ausstattung und des geschulten Personals üblicherweise alle Mehrlingsschwangerschaften aus dem ganzen Saarland entbunden -, aber eine Aufregung bleibt es trotzdem. Denn es müssen neben drei Frauenärzten auch drei Kinderärzte bei der Entbindung vor Ort sein, falls bei den Neugeborenen Komplikationen auftreten sollten. Hinzu kommt noch das zahlreich vorhandene Pflegepersonal. All diese guten Geister mussten also in der Neujahrsnacht zusammengetrommelt werden. Nicole Schmitt-Schwindling (34) wusste es zu schätzen: „Ich bin hier supergut behandelt worden.“ Nach ihrer Entlassung aus der Klinik kam sie täglich vorbei, um ihre drei kleinen Buben zu sehen. Sie hat sie komplett ins Herz geschlossen und stahlt vor Glück: „Es ist ein Geschenk der Natur, wir haben es sofort angenommen.“ Nicht eine Minute habe sie Zweifel gehabt. Ihr Mann auch nicht. Als bodenständiger Saarländer hat er vor zwei Jahren ein großes Haus gekauft, das er gerade ausbaut. Eine Etage ist fertig, alles ist vorbereitet für Niclas, Felix und Jacob. Und der Kleinbus? Der wurde vor vier Jahren angeschafft, als sie an die Drillinge noch nicht gedacht haben. Dafür bewähre der Kleinbus sich jetzt so richtig, finden die glücklichen Eltern.