| 21:53 Uhr

2. Fußball-Bundesliga
Die halbe Liga kann noch neben dem FCK absteigen

Kaiserslautern. Saisonfinale in der 2. Bundesliga wird dramatisch.

Die eigenen Geschicke nicht mehr in der Hand hat seit dem vergangenen Wochenende der 1. FC Kaiserslautern, der bereits als erster Absteiger der 2. Fußball-Bundesliga feststeht. Und trotzdem können die Roten Teufel noch Einfluss nehmen. Sie spielen an diesem Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim und können dem verrückten Abstiegsrennen eine entscheidende Wendung verpassen. Denn im Saison-Schluss­sprint starrt die Hälfte der Zweitligisten zitternd in den Abgrund.

Das Rampenlicht scheint am Sonntag zweifelsohne im Herzen Sachsens. Wenn Erzgebirge Aue (Tabellen-15., 39 Punkte) Dynamo Dresden (12., 40 Punkte) zum Derby bittet, macht sich bei den Clubs ein mulmiges Gefühl breit. Einen anderen Ost-Vertreter in die Drittklassigkeit schießen, das will keiner. „Egal, welches Ergebnis es am Ende gibt: Ich wünsche mir, dass beide Mannschaften drin bleiben, weil das für die Region wichtig wäre“, sagt Aues Trainer Hannes Drews.

Der Verlierer der Duells muss sich ganz schön umschauen, vor allem nach den übrigen Teams aus der unteren Tabellenhälfte, die allesamt gegen besser platzierte Mannschaften antreten. Lichterloh brennt es beispielsweise in Fürth. So hat Greuther Fürth (Tabellen-16., 38 Punkte) seit vier Spielen nicht gewonnen und vergeigte jüngst das Kellerduell beim FC St. Pauli mit 0:3. Gegen den bereits geretteten MSV Duisburg braucht es nun einen Sieg. Den könnten auch Darmstadt 98 (Tabellen-17./37 Punkte) und St. Pauli (Tabellen-13./40 Punkte) vertragen. Nur bei beiden ist die Stimmung besser. Zwischen Platz 17 und 8 liegen nur fünf Punkte Abstand. Ausrutscher kann sich im Grunde keiner mehr erlauben.