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Stadtrats-Hauptausschuss
Die Bickenalb wird umgeleitet

Zweibrücken. Hauptausschuss vergibt Arbeiten im Bereich des früheren Altenheims.

„Wie sieht es bei einem Hochwasser aus. Steht das Altenheim dann unter Wasser?“, fragte im Zweibrücker Hauptausschuss Mittelbachs Ortsvorsteher Kurt Dettweiler (FWG) bei der Vorstellung der Wasserbaumaßnahme Bickenalb im Bereich des früheren Altenheims. „Die Situation für das Gebäude verändert sich nicht“, beruhigte Georg Hober vom UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken).

„Das ist eine vernünftige Maßnahme“, meinte Walter Rimbrecht (SPD). Dadurch werde das Gebäude aufgewertet. Der Ausschuss stimmte zu, den Auftrag in Höhe von 282 000 Euro an die Firma Astakus aus Zemmer zu vergeben. Nach der Ausführung von Hober verläuft die Bickenalb in einem Kastendurchlass bisher unter dem Gebäude hindurch. Durch den Höhenunterschied sei die ökologische Durchlässigkeit derzeit nicht gegeben.

Um das Ex-Altenheim verläuft ein Hochwassergraben. Die Planung sieht vor, diesen Flutgraben zu einer vertieften „Umgehungsrinne“ umzubauen, in die die Bickenalb umgelegt wird. Die Einmündung der Umgehung wird rund 40 Meter Richtung Zweibrücken verlegt. Der Höhenunterschied von 2,2 Meter wird über zwei Solgleiten mit 14 Querriegeln überwunden. Nach dem Plan wird künftig nur noch bei höheren Abflüssen Wasser unter dem Gebäude laufen. Mit der Maßnahme wird das letzte der 13 Querbauwerke beseitigt und damit die Bickenalb für Fische durchgängig gemacht.



Der Hauptausschuss vergab außerdem die Beschaffung eins neuen Notfalltransportwagens. Das Fahrgestell für rund 44 800 Euro kommt von der Firma Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeuge, der Ausbau für 65 400 Euro von der Firma Strobel.

Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat, den Ausbau der Hilgardstraße, des Hilgardplatzes und der Augartenstraße in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro an die Firma Wolf und Sofsky zu vergeben.