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Die Konsumlust bleibt hoch
Deutsche sehen ihre Arbeit als sicher an

Frankfurt. Die Mehrheit der Bundesbürger beurteilt nach Nielsen-Marktforschung ihre finanzielle Situation als gut bis sehr gut. dpa

() Die Bundesbürger blicken optimistischer in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. Das geht aus der jüngstenUmfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. „Besonders ihre Jobaussichten sehen die Deutschen deutlich positiver als der Rest Europas und sind dadurch in größerer Kauflaune“, fasste Nielsen-Deutschlandchef, Ingo Schier, das Ergebnis zusammen. Der Studie zufolge gehören die deutschen Verbraucher in Sachen Zukunftsoptimismus inzwischen zu den Top drei in Europa. Zuversichtlicher sind nur noch die Dänen und die Tschechen.

Der Marktforscher Nielsen befragt seit 13 Jahren regelmäßig Konsumenten in insgesamt 64 Ländern nach ihren Job-Aussichten, ihrer persönlichen finanziellen Situation und ihrer Bereitschaft, Geld auszugeben. Aus den Angaben ermitteln die Marktforscher ihren Verbrauchervertrauensindex.

Vor allem das Vertrauen der Deutschen in den Arbeitsmarkt und ihre Beschäftigungslage liegt Nielsen zufolge auf Rekordniveau. Rund 69 Prozent der Bundesbürger bewerten ihre Beschäftigungsaussichten für die kommenden zwölf Monate der Umfrage zufolge mit sehr gut oder gut. Zum Vergleich: Im europäischen Durchschnitt sind es nur 39 Prozent.



Fast zwei Drittel der Bundesbürger (63 Prozent) stuften außerdem die eigene finanzielle Lage als gut oder sehr gut ein. Europaweit taten dies nur 47 Prozent der Befragten. Kein Wunder also, dass auch die Kauflaune der Deutschen deutlich über dem europäischen Durchschnitt lag. „Der Blick auf die gesamteuropäischen Zahlen zeigt, dass die Deutschen gewissermaßen zu den ,Big-Spendern’ in Europa gehören und ihr Geld gerne ausgeben“, betonte Schier. Haben die Bundesbürger nach der Deckung der Lebenshaltungskosten noch Geld übrig, so geben sie es am liebsten für Urlaub oder neue Kleidung aus. Das Sparen spielt dagegen inzwischen in Deutschland eine deutlich geringere Rolle als in den meisten anderen europäischen Ländern.

Unterdessen ist nach Angaben des Statistikamtes Eurostat in Luxemburg die Arbeitslosenquote in der Eurozone im Mai etwas niedriger als erwartet ausgefallen. Die Quote habe in den Ländern mit der Gemeinschaftswährung unverändert bei 8,4 Prozent gelegen, teilte das Statistikamt gestern mit. Volkswirte hatten für den Mai mit 8,5 Prozent gerechnet. In absoluten Zahlen fiel die Arbeitslosigkeit im Mai im Monatsvergleich um 125 000 auf 13,656 Millionen. Im Jahresvergleich fiel die Arbeitslosenzahl um 1,252 Millionen. Mit am deutlichsten waren die Rückgänge der Arbeitslosigkeit in den Ländern Zypern, Griechenland und Portugal.