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Protest
Deutsche Anwälte rügen Zustände in der Türkei

Berlin. Deutsche Anwälte prangern unhaltbare Zustände in der türkischen Justiz an und sind in großer Sorge wegen der jüngsten Festnahmen von Berufskollegen. „Die Situation der Anwaltschaft in der Türkei wird von Woche zu Woche schlechter“, sagte der Präsident des Deutschen Anwaltvereins, Ulrich Schellenberg.

„Anwälte werden in Mithaftung genommen für ihre Mandanten.“ Seit Verhängung des Ausnahmezustands 2016 wurden in der Türkei mehr als 3800 Richter und Staatsanwälte entlassen – über ein Viertel aller Amtsträger. Am Donnerstag kamen in Istanbul wieder 14 Anwälte wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft.