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Erich und Margot Honecker sind noch nicht beigesetzt
Honecker wollte letzte Ruhe in Deutschland finden

Berlin. Erich und Margot Honecker sollen nach dem Wunsch ihres Enkels Roberto Yañez Betancourt in Berlin auf dem Friedhof der Sozialisten beigesetzt werden. In seinem neusten Buch „Ich war der letzte Bürger der DDR“ enthüllte der 44-Jährige ein Familiengeheimnis, wie die „Berliner Zeitung“, der „Berliner Kurier“, die „Bild“-Zeitung und die „B.Z.“ am Samstag berichteten: Die Urnen seiner Großeltern seien in Chile bisher nicht begraben.

Den Grund nannte Yánez Mitautor Thomas Grimm in dem Buch, das heute erscheint: Es sei immer der Wunsch des DDR-Staats- und SED-Parteichefs gewesen, „in Deutschland seine letzte Ruhe zu finden – am liebsten in seinem saarländischen Geburtsort in Neunkirchen“, sagte der Mitautor der „Berliner Zeitung“.

Margot Honecker lebte seit den 1990er Jahren in Santiago de Chile, anfangs mit ihrem Mann, der 1994 starb. Sie habe seine Urne bis zu ihrem eigenen Tod 2016 bei einem Bekannten gelassen. Er bewahre nun auch die Asche der DDR-Bildungsministerin auf, hieß es.

(dpa)