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Absprung des größten Aktionärs droht
Gerüchte über Ausstieg von HNA drücken Deutsche-Bank-Aktie

Frankfurt/Main/Haikou. Der Deutschen Bank droht womöglich der Absprung ihres größten Aktionärs. Unbestätigten Medienberichten zufolge plant der hoch verschuldete chinesische Mischkonzern HNA, seinen Anteil an Deutschlands größtem Geldhaus komplett zu verkaufen.

Die Spekulationen setzten am Freitag die Aktie der Deutschen Bank unter Druck. Ihr Kurs fiel zeitweise bis auf 9,552 Euro und auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli, erholte sich dann aber wieder.

„Wir kommentieren solche Marktgerüchte nicht“, sagte ein HNA-Sprecher im chinesischen Haikou zu den Berichten. Auch die Deutsche Bank in Frankfurt wollte sich zunächst nicht äußern.

Neu sind die Sorgen um HNA nicht – schließlich hat der Konzern bei seiner weltweiten Einkaufstour in den vergangenen Jahren einen Schuldenberg angehäuft. HNA arbeitet derzeit daran, seine Geldnöte über milliardenschwere Immobilien- und Anteilsverkäufe zu lindern.



Den Berichten zufolge soll Druck der chinesischen Regierung der Grund für den angepeilten Schritt sein: Peking fordere, HNA solle sich auf das Fluglinien-Geschäft konzentrieren. Wann und wie der Ausstieg bei der Deutschen Bank erfolgen solle, sei aber noch unklar, hieß es in den Berichten unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

(dpa)