| 23:40 Uhr

Gewerkschaftsbund geht von hoher Dunkelziffer aus
Weniger arbeitslose Jugendliche in Rheinland-Pfalz

Mainz. Der Anteil der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen in Rheinland-Pfalz ist zurückgegangen. Im Juni waren zwischen Westerwald und Pfalz 4,2 Prozent aller Beschäftigten zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos gemeldet, das waren insgesamt 10 206 Arbeitslose, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Saarbrücken mit.

Im Juni 2017 lag der Anteil noch bei 4,5 Prozent.

2017 waren 4,6 Prozent der Jugendlichen in Rheinland-Pfalz als arbeitslos registriert, deutschlandweit war der Anteil mit 5,1 Prozent höher. Die Quote ging im Vergleich zum Jahr zuvor leicht zurück, sie lag damals bei 4,7 Prozent im Land und 5,3 Prozent bundesweit. Das geht aus der Antwort des Arbeitsministeriums auf eine Anfrage aus der FDP-Fraktion im Mainzer Landtag hervor.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Rheinland-Pfalz geht davon aus, dass mehr junge Leute von Arbeitslosigkeit betroffen sind als die Zahlen ausweisen. „Die Dunkelziffer dürfte weitaus größer ausfallen“, erklärte DGB-Landeschef Dietmar Muscheid. „Wir wissen, dass in Rheinland-Pfalz 77 800 junge Menschen zwischen 20 und 30 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung haben und sich aktuell in keinem Ausbildungsgang befinden. Das entspricht jedem sechsten jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren.“



(dpa)