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Tennis
Davis Cup schon ab 2019 mit neuem Spielsystem

Orlando. Die Delegierten der Mitgliederverbände haben auf der Jahrestagung des Tennis-Weltverbandes ITF die Davis-Cup-Reform verabschiedet. Die von ITF-Präsident David Haggerty unterstützten Pläne zur Neustrukturierung des Wettbewerbs erhielten in Orlando die notwendige Zweidrittelmehrheit.

Der Widerstand von Großbritannien, Australien und Deutschland reichte nicht aus. Damit wird bereits 2019 in einem neuen Format um den 118 Jahre alten Davis Cup gespielt. Anstelle von vier über das gesamte Jahr verteilten Runden mit Heim- und Auswärtsspielen in der Weltgruppe spielen 18 Teams in einem einwöchigen Turnier in der zweiten November-Hälfte um die Trophäe. Nach einer Vorrunde folgt eine Finalrunde im K.o.-Format mit jeweils zwei Einzeln und einem Doppel über zwei Gewinnsätze. In einem Quali-Turnier im Februar sollen 16 Teilnehmer ermittelt werden, zwei weitere erhalten eine Wildcard.

Haggerty und das ITF-Board überzeugten die Verbände mit viel Geld von der Reform. Für die Finanzierung soll die Investmentgruppe Kosmos sorgen, zu deren Gründern Spaniens ehemaliger Fußball-Weltmeister Gerard Pique gehört.