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Mängel dokumentieren
Reisemängel richtig reklamieren

Leipzig. Ein Zimmer ohne Meerblick, Schmutz in den Ecken oder störender Baulärm: Reisemängel können die Urlaubslaune deutlich trüben. Bei Pauschalreisen können Urlauber in solchen Fällen einen Teil des Reisepreises zurückfordern, erklärt die Verbraucherzentrale Sachsen. Von dpa

Tritt ein Mangel auf, sei es wichtig, diesen unverzüglich anzuzeigen. Ansprechpartner ist in der Regel nicht der Hotelier vor Ort, sondern der Reiseveranstalter, wie die Verbraucherschützer erklären. Der Veranstalter habe dann die Chance, den Mangel zu beheben.

Komme dieser der Aufforderung nicht nach, können Reisende im Zweifel selbst Abhilfe schaffen und den Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangen. Lasse sich der Mangel während der Reise nicht beheben, stehe Urlaubern nach der Rückkehr eine Minderung des Reisepreises zu, so die Verbraucherschützer.

Diese erste Verwarnung an den Veranstalter sei dabei essenziell, erklärt Rechtsanwalt Paul Degott. Bleibe die Mitteilung während der Reise aus, könnten Verbraucher Ansprüche nach der Rückkehr unter Umständen nicht mehr geltend machen.



Dokumentiert werden sollten die Mängel ebenfalls, am besten im Bild. Hilfreich sei es, wenn Betroffene Fotos und Videos von der Situation machen. Zeugen, die die Mängel bestätigen können, seien noch besser, erklärt der Reiserechtler.

Betroffene müssten den Mangel im Zweifel genau beschreiben können, damit ihre Beweismittel auch vor Gericht Bestand haben. Beschweren sich Urlauber etwa über Baulärm, sollten sie die Maschinen, die zum Einsatz kamen, beschreiben können, so der Reiserechtler.

Verschiedene Tabellen bieten laut Degott Urlaubern Orientierung dazu, wie viel Reisepreis-Ermäßigung ihnen zusteht. Er warnt allerdings davor, sich blind auf diese Angaben zu verlassen, da sie auf Einzelfallentscheidungen von Gerichten beruhten.