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Blieskastel
Bürgermeisterin geht erneut ins Rennen

 Auf der CDU-Delegiertenkonferenz in Niederwürzbach blickte Blieskastels Verwaltungschefin Annelie Faber-Wegener auf die Ergebnisse ihrer Arbeit zurück und nannte die Schwerpunkte für die Zukunft.
Auf der CDU-Delegiertenkonferenz in Niederwürzbach blickte Blieskastels Verwaltungschefin Annelie Faber-Wegener auf die Ergebnisse ihrer Arbeit zurück und nannte die Schwerpunkte für die Zukunft. FOTO: Erich Schwarz
Blieskastel/Niederwürzbach. Im Würzbacher DRK-Haus hat die Blieskasteler CDU die Weichen gestellt und Annelie Faber-Wegener erneut als Bürgermeister-Kandidatin aufgestellt. Von Erich Schwarz

Die Stadtverbandsdelegiertenkonferenz der CDU traf sich zur Wahl der Bürgermeisterkandidatin im Würzbacher DRK-Haus. Es war sozusagen nur noch eine Formalie, schließlich stand Annelie Faber-Wegener als Bürgermeisterkandidatin de facto schon fest. Die amtierende Bürgermeisterin wurde dann auch mit gut 92 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt, wobei es sechs Enthaltungen gab. Von der Konferenz sollte „ein Zeichen der Geschlossenheit, der Stärke und Tatkraft“ ausgehen, wie die Vorsitzende des Stadtverbandes, Jutta Schmitt-Lang, in ihrer Einführungsrede unterstrich. Blieskastel solle „sicher, sauber und lebenswert, und zwar in jedem Stadtteil“ sein, stellte die CDU-Landtagsabgeordnete aus Blieskastel heraus. Die CDU verstehe sich in Blieskastel als „Volkspartei, Familienpartei und Mitmachpartei“, führte Jutta Schmitt-Lang aus. Insofern sei es auch möglich, auf den Listen der CDU zu kandidieren, ohne Parteimitglied zu sein. In den kommenden Wochen werde eine „wandernde Wand“ in allen Stadtteilen die Wünsche und Anregungen der Parteimitglieder und der Bürgerinnen und Bürger aufnehmen. In ihrer Bewerbungsrede hatte die amtierende und nun neu kandidierende Verwaltungschefin auf ihren Amtsantritt rückgeblickt, als Blieskastel „im Dornröschenschlaf“ gelegen habe, wie es Annelie Faber-Wegener formulierte.

Man habe mit dem Abriss der Tivoli-Türme, der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses in Webenheim, dem Neubau der Kita Aßweiler/Biesingen, dem Neubau der Würzbachhalle, der Sanierung der Mehrzweckhalle in Ballweiler, dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Breitfurt, der Sanierung der Kita St. Sebastian in Blieskastel und der Kita in Bierbach, dem Bau des Busbahnhofs und des Kreisels an der Blickweilerstraße eine beachtliche Bilanz aufzuweisen.

Allerdings, so die Kommunalpolitikerin, „Politiker werden nicht für das gewählt, was sie gemacht haben, sondern für das, was man ihnen zutraut, in Zukunft umzusetzen“. Als Schwerpunkte dieser zukünftigen Arbeit nannte die Bürgermeisterin die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, was nicht zuletzt auch ein wichtiger Standortfaktor für Wirtschaftsunternehmen sei. Weiterhin seiendie Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung in Blieskastel wichtige Punkte. Hier arbeite man an einer Sicherheitspartnerschaft mit der Polizei, wozu auch der Umzug der Polizei von Webenheim in die Stadtmitte beitragen soll: „Dadurch entstehen Synergieeffekte in der Zusammenarbeit mit unserer Ortspolizei, der Feuerwehr sowie der Meldebehörde“.



Die Bürgermeisterin will durch interkommunale Zusammenarbeit einen kommunalen Ordnungsdienst einrichten, der dann nicht zuletzt auch Problembereiche wie etwa den Busbahnhof oder in einigen Ortslagen besonders im Fokus haben solle. Die Bürgermeisterin will weiterhin den „Markenkern Blieskastels“ stärken. Blieskastel sei eine „dörflich geprägte Kleinstadt mit barockem Flair mitten im Herzen der Biosphäre Bliesgau“. Die Stärkung und der Ausbau dieses Markenkerns machten sich bereits in steigenden Tagestouristenzahlen bemerkbar. Als Zukunftsprojekte für die kommende Zeit nannte die Amtschefin den Bau der Seniorenresidenz, den man zusammen mit der Würzbacher CDU entwickeln wolle. In Niederwürzbach solle zudem die Kita erweitert und eine Freiwillige Ganztagsschule einrichten und das Schulgebäude – wie auch in Blieskastel – energetisch sanieren. Eine solche Sanierung stehe auch für die Pirminiushalle in Bierbach an, aber auch an die veralteten Turnhallen in Aßweiler und Webenheim wolle man herangehen. Zudem werde nun auch der Bau eines Biosphärenhauses anstelle der Bliesgau-Festhalle vorangetrieben.

Als „zukunftsweisendes Projekt“ nannte Annelie Faber-Wegener die Umgehung Altstadtrand Ost, wo man im Herbst „den Knoten durchgeschlagen und endlich die wasserrechtliche Erlaubnis erhalten“ habe. Durch Verbesserung der haushaltsrechtlichen Maßnahmen und durch die Unterstützung der Landesregierung eröffneten sich endlich auch wieder Spielräume zum Gestalten: „Ich sehe Licht am Ende des Tunnels“, gab sich die Bürgermeisterin optimistisch für eine weitere Amtszeit.