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Sparen beim Online-Shopping
Cashback-Portale bieten satte Rabatte

Bis zu zehn Prozent Rabatt auf den Originalpreis, das versprechen sogenannte Cashback-Portale im Netz.
Bis zu zehn Prozent Rabatt auf den Originalpreis, das versprechen sogenannte Cashback-Portale im Netz. FOTO: dpa / Jens Kalaene
Berlin. Im Internet können Käufer teils kräftig sparen. Das hat die Stiftung Warentest in einer Untersuchung herausgefunden. Von Nina Scheid

(nis) „Sammeln Sie Payback-Punkte?“ In vielen Supermärkten, Kaufhäusern, Drogerien und Tankstellen hören Kunden diesen Satz an der Kasse. Rund 30 Millionen Deutsche nutzen laut Anbieter regelmäßig die Rabattkarte, um pro Einkauf einen kleinen Prozentsatz des Warenwertes zurückzubekommen. Ähnlich funktionieren auch sogenannte Cashback-Portale im Internet. Die Stiftung Warentest hat acht dieser Webseiten untersucht und herausgefunden, dass sich mit ihrer Hilfe in den meisten Fällen tatsächlich deutlich sparen lässt.

Cashback bedeutet übersetzt „Geld zurück“. Ob mit einer Kundenkarte im Geschäft oder einem Nutzerkonto im Internet: Verbraucher bekommen bei dieser Art von Angebot bei teilnehmenden Händlern einen kleinen Teil des Einkaufswerts erstattet. Diese erhoffen sich dadurch höhere Verkaufszahlen und bezahlen eine Provision an den Anbieter des Bonusprogramms. Für den Kunden bleibt das kostenlos. Laut der Stiftung Warentest ist die Gewinnspanne mit den Kundenkarten von Payback und Deutschlandcard in den Online-Shops mit meist nur 0,5 bis ein Prozent Nachlass allerdings sehr gering.

Über Cashback-Portale wie Aklamio, Andasa oder Shoop können Kunden hingegen mit weitaus größeren Summen rechnen. Bei Elektronik liege die Spanne meist etwa zwischen ein und drei Prozent, bei Kleidung zwischen drei und sechs Prozent. Ein Beispiel: Eine Kundin möchte auf einer Webseite Kleidung im Wert von 500 Euro kaufen. Ein Cashback-Portal, das mit dem Online-Shop zusammenarbeitet, verspricht ihr für ihren Einkauf fünf Prozent Rückvergütung. Die Kundin registriert sich auf der Webseite des Cashback-Anbieters und besucht nun den gewünschten Online-Shop über einen Link auf dessen Webseite. Sie kauft und bezahlt dort wie gewohnt. Nachdem der Händler bestätigt hat, dass keine Ware zurückgeschickt wurde, erhält die Kundin fünf Prozent des Nettowarenwertes, also Kaufpreis abzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer, auf ihr Kundenkonto gutgeschrieben. Bei 500 Euro sind das 21 Euro, die sie sich auf ihr Bankkonto auszahlen lassen kann.



Die Stiftung Warentest hat jetzt acht dieser Cashback-Portale untersucht: Geprüft wurden Aklamio, Andasa, Cashbackdeals, Getmore, iGraal, Link-o-Mat, Shoop und Tamola. Alle Testkandidaten arbeiten mit mehreren Online-Shops zusammen, beispielsweise Karstadt, Tchibo, Asos, Deichmann, Booking.com, Media Markt, Docmorris, Fleurop und Lieferando. Vor allem Shoop, Getmore und Aklamio konnten bei den Warentestern mit hohen Rabatten punkten. So überzeugte Shoop etwa beim Online-Shop von Deichmann zur Testphase mit mehr als zehn Prozent Rabatt, bei Getmore und Aklamio wurde beim Blumenversand von Fleurop über zwölf Prozent des Nettowarenwertes gutgeschrieben.

Bekommt ein Kunde Geld zurück, wird dieses zunächst in seinem Benutzerkonto des jeweiligen Cashback-Portals angezeigt. Je nach Anbieter wird das Guthaben erst ab einem bestimmten Betrag auf das Bankkonto gutgeschrieben. Während dieser bei Getmore (ab einem Cent), Aklamio, Link-o-mat und Shoop (jeweils ein Euro) sehr niedrig ist, müssen Kunden bei Tamola (10 Euro), iGraal (20 Euro), Cashbackdeals (25 Euro) und Andasa (30 Euro) in den meisten Fällen wohl mehrere Einkäufe in teilnehmenden Online-Shops tätigen, um auch wirklich davon zu profitieren.