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100 Millionen für elsässische Brauerei
Carlsberg investiert 100 Millionen Euro im Elsass

Carlsberg bringt Kronenbourg auf Vordermann.
Carlsberg bringt Kronenbourg auf Vordermann. FOTO: dpa/dpaweb / Jörg Carstensen
Obernai. Der dänische Brauereikonzern Carlsberg will 100 Millionen Euro in Frankreich investieren. Mit dem Geld soll die Brauerei Kronenbourg im elsässischen Obernai, die seit 2008 zu der Carlsberg-Gruppe gehört, auf Vordermann gebracht werden. Von Hélène Maillasson

Kronenbourg ist Frankreichs größte Brauerei. In Obernai werden sieben Millionen Hektoliter Bier jährlich hergestellt. 40 Prozent des französischen Bieres werden dort produziert. In Frankreich wächst der Bierkonsum seit rund fünf Jahren wieder. Außerdem ist Kronenbourg im Exportgeschäft aktiv. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 936 Millionen Euro.

Das Werk in Obernai, wo rund 800 Mitarbeiter beschäftigt sind, ist in die Jahre gekommen. Es feiert nächstes Jahr seinen 50. Geburtstag. Die Produktionsanlagen müssen modernisiert werden, und der Logistikbereich kommt an seine räumliche Grenze. Durch die Finanzspritze des dänischen Mutterkonzerns soll die Herstellungskapazität erhöht werden. Der genaue Zeitplan für die Bauarbeiten soll in den kommenden Wochen vorgestellt werden.

Für den Geschäftsführer von Kronenbourg, João Abecasis, spiegelt diese Millioneninvestition die Überzeugung der Carlsberg-Gruppe wider, dass Kronenbourg seine Stellung auf dem französischen Biermarkt in Zukunft behaupten und ausbauen kann. „Diese Investition sollte uns ermöglichen, wettbewerbsfähig zu bleiben und unser Produkt-Portfolio auf dem wachsenden Biermarkt zu erweitern“, teilte Abecasis mit. Heute vertreibt die Brauerei Kronenbourg 35 Biersorten, darunter alkoholfreie Biere, Mischgetränke und Abteibiere.