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Fuchsie für schattige Ecken
Bunter Farbtupfer für schattige Ecken

Strahlendes Pink mit etwas Lila und Rosa: Je nach Art bildet die Fuchsie besonders auffällige Blüten.
Strahlendes Pink mit etwas Lila und Rosa: Je nach Art bildet die Fuchsie besonders auffällige Blüten. FOTO: dpa-tmn / Andrea Warnecke
Berlin. Die Fuchsie trägt strahlend pinke, rote oder rosa Blüten und kann auf Balkon, Terrasse und im Garten eingesetzt werden. Dabei fühlt sich die Pflanze nicht nur in der Sonne, sondern auch im Schatten wohl.

() Die Fuchsie blüht mal rot, mal intensiv pink, mal sanft rosa oder weiß. Die Kron- und Kelchblätter sind meistens unterschiedlich eingefärbt, und je nach Sorte ist die Kombination der Farben eine andere. Diese Zusammensetzung gibt es zudem dort, wo wirklich auffällige Farben eher selten sind: „Der klassische Standort für die Fuchsien ist der Schatten und Halbschatten“, sagt Beate Kollatz, Referentin für Zierpflanzenbau an der Sächsischen Landesanstalt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Eine ganze Reihe der Sorten kommt aber auch mit einem sonnigen Standort zurecht, wobei Karl Heinz Saak von der Deutschen Fuchsien-Gesellschaft in Neumünster ergänzt, dass er nicht zu trocken und heiß sein sollte. „Andernfalls werden die Pflanzen anfällig für Schädlinge.“ Er würde die Fuchsie auch nicht unter Bäume setzen, denn dort fehle es an ausreichender Durchlüftung.

Die Pflanzen stammen aus Mittel- und Südamerika. Die Wuchsformen variieren stark: Es gibt hängende Fuchsien bis hin zu aufrecht wachsenden Pflanzen. „Gerade für den Balkon ist der lockere Wuchs mit den überhängenden Trieben interessant“, findet Saak. Für den Kübel am Boden eignen sich eher aufrecht wachsende Sorten.



Eine Standortbedingung aber stellen alle Fuchsien: Beide Experten empfehlen, sie nicht in einen schwarzen Plastiktopf zu setzen. „Werden die Töpfe von der Sonne beschienen, heizt sich der Wurzelraum schnell auf über 40 Grad auf“, erläutert Fuchsien-Experte Saak. Besser seien Übertöpfe aus Ton, wobei die Zwischenräume zum Plastiktopf bestenfalls mit Sand oder Kies aufgefüllt werden. „Kombiniert man die Fuchsien mit Zierpflanzen, die einen überhängenden Wuchs haben, verhindert man das Aufheizen der Wurzeln“, ergänzt Kollatz. Und: Topft man Fuchsien um, so sollten nicht zu große Gefäße gewählt werden. Die Wurzeln mögen eine gewisse Enge.

Die Fuchsien sind grundsätzlich pflegeleicht. Aber sie brauchen einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Regelmäßiges Gießen ist laut Kollatz also unbedingt nötig. Sie rät, die Pflanzen zusätzlich mit Wasser zu besprühen, wenn es richtig heiß ist. Wenn die Pflanzen in der Hitze schlapp machen und Blätter und Triebe herunterhängen, sollte man hingegen auf keinen Fall direkt gießen. „Mit dieser Welke schützen sich die Pflanzen selbst vor der intensiven Bestrahlung durch die Sonne und das damit verbundene Aufheizen“, erklärt Karl Heinz Saak. Nur wenn der Ballen tatsächlich trocken sei, sollte man die Pflanze gießen.

Den Sommer über brauchten die Pflanzen außerdem regelmäßig Nährstoffgaben, etwa Flüssig- und Depotdünger. Dieser sollte auf gut durchfeuchtetes Substrat gegeben werden. „Dabei sollte man sich immer an die Dosierungsanleitung halten“, betont Kollatz. Fuchsien mögen nicht viel Salz. Das muss auch bei der Auswahl des Substrats berücksichtigt werden, denn laut Saak haben etwa kompostreiche Erden häufig einen sehr hohen Salzgehalt.

(dpa)