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Bonn
Bundeskunsthalle zeigt 2018 Abramovic und Kirchner

 Das Bild „Urteil des Paris“ des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner hängt im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum.
Das Bild „Urteil des Paris“ des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner hängt im Ludwigshafener Wilhelm-Hack-Museum. FOTO: dpa / Stadt Ludwigshafen
Bonn. Die Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert 2018 unter anderem große Retrospektiven der Performance-Künstlerin Marina Abramovic und des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Wie der Leiter des Hauses, Rein Wolfs, gestern ankündigte, werden Abramovics Werke unter dem Titel „The Cleaner“ ab dem 20. April in Bonn als einziger westeuropäischer Station gezeigt. Derzeit tourt die Ausstellung der 1946 geborenen Serbin durch Skandinavien.

Die Bundeskunsthalle in Bonn präsentiert 2018 unter anderem große Retrospektiven der Performance-Künstlerin Marina Abramovic und des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Wie der Leiter des Hauses, Rein Wolfs, gestern ankündigte, werden Abramovics Werke unter dem Titel „The Cleaner“ ab dem 20. April in Bonn als einziger westeuropäischer Station gezeigt. Derzeit tourt die Ausstellung der 1946 geborenen Serbin durch Skandinavien.

Das Programm der Bundeskunsthalle falle im kommenden Jahr dank einer besseren finanziellen Ausstattung besonders umfangreich aus, sagte Geschäftsführer Bernhard Spieß. Durch Änderungen in der Steuerrechtsprechung habe die Bundeskunsthalle nun einen Nettobetrag von 16 Millionen Euro im Jahr zur Verfügung. Das sei eine Million Euro mehr als bisher.

Neben Abramovic zeigt die Bundeskunsthalle ein breites Spektrum weiterer Gegenwarts-Künstler. Ab dem 8. März ist die Schau „Deutschland ist keine Insel“ zu sehen. Gezeigt werden die neusten Ankäufe der Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland. Ab dem 23. Februar stellen außerdem die Stipendiaten der Künstlerförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung aus. Der georgische Künstler Vajiko Chachkhiani bespielt ab dem 29. Juni mit einer eigens für die Bundeskunsthalle entwickelten Installation aus Filmen und Skulpturen die Ostgalerie des Hauses.



Mit der Schau „Ernst Ludwig Kirchner. Erträumte Reisen“ setzt die Bundeskunsthalle ab dem 16. November ihre Serie mit Künstlern der Klassischen Moderne fort. Präsentiert werden rund 180 Gemälde, Skulpturen, Textilarbeiten, Zeichnungen und Möbel sowie Fotografien. Kirchner (1880-1938) gilt als einer der einflussreichsten Maler des deutschen Expressionismus und ist Mitbegründer der Künstlervereinigung Brücke.

Einen Blick in die Malerei des 19. Jahrhunderts wirft die Ausstellung „Malerfürsten“ ab dem 28. September. Sie stellt das Phänomen der Malerfürsten am Beispiel von sieben europäischen Künstlern vor, darunter Franz von Lenbach, Franz von Stuck und Hans Makart.

Als große kulturhistorische Ausstellung des Jahres startet am 10. Mai eine Schau mit archäologischen Schätzen aus Peru. Unter dem Titel „Nasca – im Zeichen der Götter. Archäologische Entdeckungen aus der Wüste Perus“ sind Funde aus den riesigen Grabanlagen des südamerikanischen Landes zu sehen.

Mit einer Doppelausstellung im Innen- und Außenbereich beschäftigt sich die Bundeskunsthalle im Frühjahr mit dem Thema Spiel. „The Playground Projekt – Outdoor“ zeigt ab dem 31. Mai Skulpturen, die teilweise auch von den Besuchern als Spielgeräte genutzt werden können, darunter eine 42 Meter lange Skater-Rampe und eine Rutschbahn, die vom Dach der Bundeskunsthalle auf den Museumsplatz führt. Anschließend beleuchtet die am 13. Juli startende Ausstellung „The Playground Project“ die Kulturgeschichte des Spielplatzes.

Eine „Spartenerweiterung“ wagt die Bundeskunsthalle nach den Worten Wolfs‘ ab dem 14. Dezember mit der Schau „Neues Sehen. Das Kino der Weimarer Republik“. Sie geht der Entwicklung des Films als neue Kunstsparte nach.

(epd)