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Kulturgut
4,5 Millionen Euro für schriftliches Kulturgut

Berlin.  Der Bund stellt im kommenden Jahr rund 4,5 Millionen Euro für den Erhalt schriftlicher Dokumente in Bibliotheken und Archiven zur Verfügung. Das kulturelle Erbe müsse vor dem „schleichenden Verfall bewahrt und für künftige Generationen erhalten werden“, wie die Koordinierungsstelle für den Erhalt des schriftlichen Kulturguts (KEK) mitteilte.

Viele historische Handschriften und Bücher seien zum Beispiel durch Feuchtigkeit, Säure oder Schimmel stark gefährdet.

Die Förderung verweise auf die „Bedeutung und Dringlichkeit der Erhaltung schriftlichen Kulturguts in Bibliotheken und Archiven“, erklärte die KEK. Das Geld fließt demnach in das Sonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und in Modellprojekte. Mit dem Sonderprogramm soll etwa die Reinigung, Schutzverpackung oder die Restaurierung kulturell wertvoller Bücher ermöglicht werden. Die Modellvorhaben sollten sich vor diesem Hintergrund dem Thema Vorbeugung widmen und schädliche Faktoren wie Nässe, Hitze, Insekten oder Schmutz in Archiven in den Blick nehmen.

Die Koordinierungsstelle, die 2011 gegründet wurde, wird von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und der Kulturstiftung der Länder unterstützt. Bisher wurden 420 Projekte mit sieben Millionen Euro gefördert.