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Meinung
Bloß nicht unterschätzen!

Vier Monate lang sagt Anne Spiegel dem politischen Geschäft Adieu, weil sie zum vierten Mal Mutter wird. Dann kommt die Integrationsministerin zurück. Und es wäre ein Fehler, sie zu unterschätzen. Von Florian Schlecht

Die Grünen-Politikerin ist eine Kämpferin, die bereits aus Pannen gelernt hat. Das Ministerium erklärt Entscheidungen inzwischen rascher, wo es früher geschwiegen hat. Kritikern kam Spiegel mit der Zuzugssperre in Pirmasens entgegen. Und in der Landespartei ist Spiegel ohnehin die große Hoffnungsträgerin, zumal äußerst fraglich ist, ob die bei der Basis beliebte Umweltministerin Ulrike Höfken (Eifel) bei der Wahl 2021 überhaupt noch mal antritt. Bleiben Pannen künftig aus, wird Spiegel die Landes-Grünen in die Zukunft führen. Setzt sich hingegen das Chaos fort, wird ihre politische Karriere früh enden.