| 22:20 Uhr

Mainz
Beschlagnahmte Drogen landen oft im Feuer

Mainz. (dpa) Kokain, Cannabis, Heroin – wenn Polizei oder Zoll Drogen beschlagnahmen, gehen diese anschließend meist in Rauch auf. Das passiere in einer Müllverbrennungsanlage, erklärte eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Rheinland-Pfalz. Früher sei dafür auch eine Anlage des Chemieriesen BASF genutzt worden.

(dpa) Kokain, Cannabis, Heroin – wenn Polizei oder Zoll Drogen beschlagnahmen, gehen diese anschließend meist in Rauch auf. Das passiere in einer Müllverbrennungsanlage, erklärte eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Rheinland-Pfalz. Früher sei dafür auch eine Anlage des Chemieriesen BASF genutzt worden.

Bevor es so weit ist, werden die Drogen von den Behörden klassifiziert, gewogen und dann in der Asservatenkammer eingelagert. Danach untersuichen Spezialisten die Substanzen kriminaltechnisch.

Grundsätzlich sollten die Betäubungsmittel nach spätestens zwei Jahren zerstört werden. Das hat auch Kostengründe. In der Regel gilt: „Die Aufbewahrungszeit richtet sich nach der Dauer des Ermittlungsverfahren“, erklärte die LKA-Sprecherin. Relevant ist, ob die Drogen noch als Beweismittel in einem Strafverfahren gebraucht werden.



Manchmal werden die Drogen aber noch anderweitig benutzt. „Sichergestellte Betäubungsmittel können (. . .) zu Lehr- und Anschauungszwecken sowie zu Aus- und Fortbildung vorgehalten werden“, so die LKA-Sprecherin. Egal ob Verbrennung oder Verwendung in einer Schulung – die Staatsanwaltschaft muss jeweils zustimmen.

(dpa)