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Kommunalpolitik in Bliesdalheim
Ein Ehepaar trat gegeneinder an

 Der wiedergewählte Ortsvorsteher von Bliesdalheim, Bernhard Welsch, mit seiner neuen Stellvertreterin Christine Helmer.
Der wiedergewählte Ortsvorsteher von Bliesdalheim, Bernhard Welsch, mit seiner neuen Stellvertreterin Christine Helmer. FOTO: Wolfgang Degott
Bliesdalheim. Bernhard Welsch bleibt Ortsvorsteher von Bliesdalheim, Christine Helmer seine Stellvertreterin.

Bernhard Welsch (CDU) geht in seine zweite Amtszeit als Ortsvorsteher von Bliesdalheim. In der Ortsratssitzung im Feuerwehrgerätehaus setzte er sich mit vier Stimmen gegen seinen Kontrahenten Georg Wittenmeier (SPD) durch, der auf drei Stimmen kam.

Der Bliesdalheimer Rat besteht statt der gesetzlich eigentlich vorgesehenen Anzahl von neun Mitgliedern lediglich aus sieben. Grund dafür ist, dass die SPD, die die Kommunalwahl im Mai mit 53,4 Prozent gewonnen hatte und der fünf Ratssitze zugestanden hätten, lediglich drei Bewerber auf ihrer Liste vertreten hatten. Jörg Schumacher (SPD) hatte vor der Wahl angemahnt, dass sich die einmalige Chance biete, dem Bürger zu zeigen, dass seine Stimme zähle.

In der vom Ersten Beigeordneten der Gemeinde Gersheim, Michael Clivot, geleiteten Zusammenkunft kam es bei der Wahl der Ortsvorsteher-Stellvertretung zu der Konstellation, dass mit Christine (CDU) und Christian Helmer (SPD) zwei Ehegatten gegeneinander antraten. Auch hier setzte sich die Bewerberin aus der CDU-Liste durch. Christine Helmer erhielt drei, ihr Mann kam auf zwei Stimmen. Ein Ratsmitglied wählte ungültig, eines enthielt sich seiner Stimme. Helmer tritt die Nachfolge von Christoph Jung (CDU) an, der dem Rat nicht mehr angehört. Aus der Zuhörerschaft wurde bemängelt, dass das zustande gekommene Ergebnis nicht dem Wahlergebnis entspreche und „dass der Wille des Volkes nicht respektiert“ worden sei.



Als anstehende Projekte, die umgesetzt werden müssen, nannte Welsch die Neugestaltung des Dorf- und des Kegelplatzes, die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle und den Austausch von Geräten auf dem Spielplatz hinter der Halle. Die Instandsetzung und Reparatur der Leichenhalle soll fortgeführt werden. Nachdem die Arbeiten am Dach bereits erledigt seien, stünde noch der Austausch der faulen Vertäfelung auf dem Programm.

Zur Person: Bernhard Welsch (CDU), 57 Jahre, Rentner, ist seit 27 Jahren im Ortsrat und seit fünf Jahren Ortsvorsteher. Christine Helmer (CDU), 38 Jahre, Realschullehrerin, ist neu im Ortsrat.

(ott)