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Parkett selbst verlegen
Klick für Klick zum neuen Fußboden

Bevor Laminat oder Parkett verlegt wird, sollten die Ebenheit, Oberflächenfestigkeit und Feuchtigkeit des Untergrunds überprüft werden.
Bevor Laminat oder Parkett verlegt wird, sollten die Ebenheit, Oberflächenfestigkeit und Feuchtigkeit des Untergrunds überprüft werden. FOTO: Pik / dpa-tmn
Bad Honnef/Berlin. Parkett und Laminat lassen sich einfach verlegen. Trotzdem hat auch diese Arbeit für Heimwerker so ihre Tücken.

() Parkett und Laminat sind beliebt, da die edle Holzoptik zu fast jedem Wohnstil passt. Beide Bodenbeläge werden im praktischen Klicksystem angeboten, was das Verlegen für Heimwerker einfacher macht. Auf den ersten Blick sind Fertigparkett und Laminat kaum zu unterscheiden. Die Elemente, aus denen sich die Böden zusammenfügen, sind bei beiden Belagstypen ringsum mit Nut und Feder versehen. Und sofern es eine der Natur nachempfundene Holzoptik hat, ähnelt Laminat einem Parkettboden. Die Unterschiede liegen im Material. 

Profis sind laut der DIN-Norm 18356 verpflichtet, unter anderem die Ebenheit, Oberflächenfestigkeit und Feuchtigkeit des Untergrunds zu prüfen. „Das sollten auch Heimwerker unbedingt tun“, rät Dirk Mayer-Mallmann, Sprecher der Initiative pik-Parkett im Klebeverbund in Stuttgart. Vor allem in Neubauten sei es wichtig, abzuwarten, bis der Estrich ausreichend getrocknet ist, oder Grundierungen aufzutragen, die die Feuchtigkeit abhalten.

Parkett erzeuge meist weniger Trittschall als Laminat. Trotzdem sei eine Trittschalldämmung bei beiden Belägen wichtig – vor allem, wenn sie schwimmend verlegt sind, also der Boden nicht am Untergrund klebt. Die Dämmung bestehe aus Pappe, Kork oder Schaumstoff. Ein verklebter Bodenbelag erzeugt weniger Trittschall, erklärt Mayer-Mallmann. Er könne nicht mehr in Schwingungen versetzt werden, und die Geräusche werden in die Unterkonstruktion geleitet.



„Um den Verschnitt gering zu halten, empfiehlt es sich, an der längsten geraden Wand zu beginnen“, rät Florian Zeller vom Gesamtverband Deutscher Holzhandel. Der Abstand zu den Wänden sollte so groß sein wie die Stärke des Parketts, erklärt Mayer-Mallmann. „Mindestens ein Zentimeter sollte es sein.“ Diese Bewegungsfugen geben dem Bodenbelag Platz, da er nach dem Verlegen noch arbeite. „Sind die Fugen zu klein, wölbt sich das Parkett und es kommt zum Schaden“, ergänzt der Experte.

Für saubere Kanten an den Wänden gebe es im Handel Profile und Schienensysteme sowie Kunststoffelemente für die Ecke. Sie werden auf die entsprechenden Längen zugeschnitten, auf die Bewegungsfugen aufgesetzt und befestigt. Auch für den Abschluss von Raumübergängen gebe es passende Profilelemente.

(dpa)