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Bedarfszuweisung für Sportplatzsanierung in Niedergailbach
Da hüpft das Herz des Fußballspielers

 Bei der Übergabe der Bedarfszuweisung im Sportheim des SV durch Innenminister Klaus Bouillon (Dritter von rechts) dabei (vorn von links) Niedergailbachs Ortsvorsteher Martin Vogelgesang, Elmar Anna, Jugendleiter des SV Gersheim, Iris Bruckmann (Ehefrau von Verwaltungsvorstand Peter Bruckmann), Gersheims Bürgermeister Michael Clivot, Peter Vogelgesang, Vorstand Finanzen des SV Niedergailbach, und der Sportvorstand Gerald Bodenstein.
Bei der Übergabe der Bedarfszuweisung im Sportheim des SV durch Innenminister Klaus Bouillon (Dritter von rechts) dabei (vorn von links) Niedergailbachs Ortsvorsteher Martin Vogelgesang, Elmar Anna, Jugendleiter des SV Gersheim, Iris Bruckmann (Ehefrau von Verwaltungsvorstand Peter Bruckmann), Gersheims Bürgermeister Michael Clivot, Peter Vogelgesang, Vorstand Finanzen des SV Niedergailbach, und der Sportvorstand Gerald Bodenstein. FOTO: Wolfgang Degott
Niedergailbach. Gersheim kriegt finanzielle Unterstützung vom Sportministerium für die Sportplatzsanierung in Niedergailbach. Von Wolfgang Degott

Eine Weltneuheit! In Niedergailbach wird erstmals auf einem Fußballplatz ein CO2-neutraler Kunstrasenbelag verlegt. Dies kündigte Patrick Anschütz, Gebietsleiter der Firma Polytan, im Sportheim des SV Niedergailbach an. Der „Rasenteppich“ sei klimaneutral hergestellt, wurden doch statt wie bisher üblich nicht fossile sondern nachwachsende Rohstoffe verwandt. Zudem werde auch der mittlerweile vorgeschriebene Kork mit eingebaut. Kostenpunkt: 182 800 Euro. Während der kleinen Feierstunde, an der auch Ortsvorsteher Martin Vogelgesang teilnahm, übergab Innen- und Sportminister Klaus Bouillon einen Bescheid in Höhe von 71 540 Euro. Dabei handelt es sich um eine Investitionshilfe zur Abfederung des gemeindlichen Anteils.

Bouillon unterstrich, dass es sich dabei um gut angelegtes Geld handele: „Für Vereine und Ehrenamtliche ist es enorm schwierig, eine so große Aufgabe wie die Sanierung eines Sportplatzes zu stemmen und dafür auch die Verantwortung zu tragen. Ich bin sehr froh, dass wir Niedergailbach dabei finanziell unterstützen konnten.“ Der Sportminister betonte zudem, dass Vereine das Rückgrat der Gesellschaft darstellten, dass sie neben dem rein sportlichen Engagement auch eine wichtige Rolle innerhalb der Gesellschaft einnehmen.

Das Projekt wird zudem von der Sportplanungskommission (51 100 Euro) und der Gemeinde Gersheim (30 000 Euro) mitfinanziert. Der Eigenanteil des Vereins beläuft sich auf 30 000 Euro. Bürgermeister Michael Clivot unterstrich, dass mit der Maßnahme der Platz für den SV Niedergailbach aber auch für die SG Bliesgau, in der der SV Gersheim, der SV Niedergailbach, die SG Herbitzheim-Bliesdalheim und der TuS Rubenheim ihre derzeit sportliche Heimat haben, nochmals aufbereitet werden wird. Er betonte, dass diese Maßnahme eine bemerkenswerte Leistung des Vereins darstelle. Das Gemeindeoberhaupt dankte dem Land, da es sich bei der Bedarfszuweisung, die über die übliche Höhe hinausgehe, um keine Selbstverständlichkeit handele. Nicht zuletzt hatte auch der Gemeinderat mit einem einstimmigen Votum dem Wunsch des antragstellenden Vereins Rechnung getragen.



Gerald Bodenstein, Sportvorstand des 1950 gegründeten Clubs, bedauerte, dass Verwaltungsvorstand Peter Bruckmann beruflich bedingt nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Bruckmann sowie Elmar Anna, Jugendleiter des Spielgemeinschaftspartners SV Gersheim, hätten in den letzten drei Jahren mit viel Engagement und Herzblut an dem Projekt gearbeitet. Ihnen sei es zu verdanken, dass der im Jahr 2004 gebaute Kunstrasenplatz jetzt komplett saniert werden kann.

Eine merkliche Erleichterung und finanzielle Entlastung stelle dabei das „Sonderprogramm zur Sanierung von Kunststoffrasenplätzen“ des Innen- und Sportministeriums dar, das einmalig von 2016 bis 2019 aufgelegt wurde. Darin wurden in den letzten drei Jahren landesweit 40 Vereine unterstützt.

Dass es dringend notwendig ist, unterstreichen auch die zunehmend auftretenden Beschädigungen sowie die sichtbaren Abnutzungserscheinungen auf dem „Grün“. Die Sanierung wird Ende April beginnen und bis Sommer abgeschlossen sein.

Im Gegenzug war der Tennenplatz in Gersheim zum Jahresende „außer Dienst“ gestellt worden. Er soll nun durch die Gemeindeverwaltung einer anderen Nutzung zugeführt werden.