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Übernahme von Monsanto durch Bayer
„Baysanto“ bekommt eine zu große Dominanz

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Die Bayer-Chefs freuen sich. Eine schwierige Hürde für den Kauf von Monsanto ist überwunden. Das Ziel ist greifbar nahe, den Leverkusener Konzern zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut zu machen. Wenn nicht noch die US-Kartellbehörden den 51-Milliarden-Euro-Deal stoppen. Von Volker Meyer zu Tittingdorf

Für Bauern und Verbraucher ist die Übernahme allerdings kein Grund zur Freude. Sie hätten darunter zu leiden, wenn „Baysanto“ zustande kommen sollte. Auch wenn die EU strenge Auflagen macht, würde der neue Leverkusener Pharma- und Agro-Riese eine zu große Dominanz bekommen. An den Produkten des Branchenprimus käme kaum jemand vorbei, was die Preise hochtreibt. Zudem werden es Konkurrenten schwerer haben als bisher, sich zu behaupten.

Und dann ist da noch das miserable Image von Monsanto wegen rüder Geschäftsmethoden und der Rolle als Großanbieter von genmanipulierten Pflanzen. Wenn der Deal zustande kommt, wird Bayer alle Hände voll zu tun haben, nicht selbst zu einem der unbeliebtesten Konzerne der Welt zu werden.