| 21:12 Uhr

Berlin/Saarbrücken
Bauern beklagen Folgen der Dürre

Aufgrund anhaltender extremer Temperaturen müssen die Landwirte ihre Äcker in diesem Jahr deutlich früher abernten als sonst.
Aufgrund anhaltender extremer Temperaturen müssen die Landwirte ihre Äcker in diesem Jahr deutlich früher abernten als sonst. FOTO: dpa / Boris Roessler
Berlin/Saarbrücken. Im Saarland sind aber anders als im Norden kaum Ernteausfälle zu erwarten.

Das heiße und trockene Wetter macht den Bauern zu schaffen und führt zu Ausfällen bei der Ernte. Dabei geht es um Getreide und Tierfutter, teilte Bauernverbands-Präsident Joachim Rukwied gestern mit. Die Ernteausfälle hätten zum Teil ein „existenzbedrohendes Ausmaß“. Das Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass Vertreter von Bund und Ländern Ende des Monats zusammenkämen, um „erste Ausmaße festzustellen“.

Bei den Schäden gibt es große regionale Unterschiede: Im Saarland etwa dürfte es anders als im Norden und Nordosten der Republik kaum Ernteausfälle geben. „Wie haben keine vergleichbaren Dürreschäden wie in anderen Bundesländern“, teilte ein Mitarbeiter des Bauernverbandes Saar mit. Allerdings habe sich die Vegetationsperiode auch im Saarland um 14 Tage nach vorne verschoben.

So hat die Ernte in diesem Jahr an vielen Orten in Deutschland früher begonnen als üblich. Die Ernte von Winterroggen sei „in vollem Gange“, auch Winterweizen und Winterraps würden bereits gedroschen, hieß es beim Bauernverband. Dabei zeige sich, dass auch an ertragreichen Standorten die Pflanzen unter der anhaltenden Trockenheit litten.



Der erste Erntebericht beruht auf Umfragen über die tatsächlich geernteten Mengen. Auf seiner Grundlage geht der Bauernverband im Bundesdurchschnitt von einem Ertrag von sechs Tonnen pro Hektar aus – 18 Prozent weniger als im Vorjahr.

(gda)