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Firma CBM erhielt Preis
Der arbeitende Mensch im Mittelpunkt

CBM-Gesellschafter Thomas Trappe, seine Frau Ursula Trappe, Top-100-Mentor Ranga Yogeshwar, Astrid Bauer sowie CBM-Gründer und Geschäftsführer Mathias Bauer (von links) bei der Preisverleihung.
CBM-Gesellschafter Thomas Trappe, seine Frau Ursula Trappe, Top-100-Mentor Ranga Yogeshwar, Astrid Bauer sowie CBM-Gründer und Geschäftsführer Mathias Bauer (von links) bei der Preisverleihung. FOTO: SZ/Busch/compamedia
Bexbach. Die Bexbacher Firma CBM wurde als eines der „Top 100“-Mittelstandsunternehmen ausgezeichnet. Von Thorsten Wolf

Erst kürzlich wurde das Bexbacher Unternehmen CBM als eines der innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands ausgezeichnet. Aus den Händen des bekannten Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar erhielten CBM-Geschäftsführer Professor Mathias Bauer und -Gesellschafter Thomas Trappe die Würdigung der Organisation „Top 100“.

Zum Hintergrund: Seit 25 Jahren zeichnet „Top 100“ die innovativsten mittelständischen Unternehmen Deutschlands aus, CBM aus Bexbach konnte sich hier, nach einer umfangreichen, wissenschaftlichen Überprüfung, unter den besagten 100 besten Unternehmen platzieren. Mathias Bauer: „In vier Kategorien lagen wir besser als der Durchschnitt der ersten Zehn in diesem Segment, sodass wir davon ausgehen – auch wenn nur drei Platzierte genannt wurden – dass wir ebenfalls ganz vorne dabei sind. Entscheidend für uns ist aber, dass wir es bei der Vielzahl der Bewerber überhaupt auf Anhieb in die Top 100 geschafft haben.“ So weit zur eigentlichen Auszeichnung.

Doch um welchen Betrieb handelt es sich bei CBM eigentlich? Und wo liegen die Innovationen? Die Antwort auf Ersteres liefert der Unternehmensname selbst, steht CBM doch für „Consulting“, „Business“ und „Management“. Da wird schon klar: Mathias Bauer leitet als Geschäftsführer keinen Betrieb mit inhaltlicher Monokultur. Tatsächlich befasst sich CBM mit drei Arbeitsfeldern: Erstens Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz, zweitens Unternehmens- und Personalentwicklung und drittens Bergbau international. „Es stimmt: Beim ersten Draufschauen sind wir eine Art Gemischtwarenladen“, gesteht Bauer, als wir ihn am Firmensitz in Bexbach besuchen. „Beim zweiten Hinschauen sieht man aber, wie wir arbeiten: Wir gehen in die Unternehmen, schauen uns dort die Prozesse an und richten uns bei dieser Betrachtung immer am arbeitenden Menschen aus.“



Aus dieser Perspektive heraus liefere man den Unternehmen Vorschläge für die Verbesserung von innerbetrieblichen Abläufen, „damit das Zusammenspiel von Mensch und Arbeit besser und effizienter vonstatten geht“. Mit dieser Steigerung der Produktivität gehe dabei einher, verdeutlichte Bauer, dass Arbeitskräfte in ihrem Wohlbefinden gestärkt werden. „Damit ist der arbeitende Mensch bei weniger bedrückender Arbeit leistungsfähiger.“

So sei man als Unternehmen ein Optimierer von Arbeitsprozessen, „wir gehen aber nicht klassisch vom eigentlichen Arbeitsprozess aus, sondern vom Menschen“. Im Kreis derer, die sich der Dienste von CBM bedienten, fänden sich dabei nicht nur große Unternehmen, sondern auch viele kleine. Für den Geschäftsführer ist auch das einer der Gründe für die Berufung in die „Top 100“. „Unsere Philosophie und unser Ziel sind gesunde Menschen in guten Unternemen. Wir wollen uns nicht nur vom Profit leiten lassen“, erläutert Bauer,

Auch die stark wissenschaftlich ausgeprägte Heransgehensweise von CBM – das Unternehmen wurde aus einem universitären Umfeld heraus gegründet, denn Mathias Bauer besitzt einen Lehrstuhl für „Nachhaltige Rohstoffgewinnung und Institut für Rohstoffingenieurwesen“ an der Technischen Hochschule in Aachen – sei ein Grund für die Auszeichnung des Unternehmens mit seinen insgesamt 30 Mitarbeitern.

„Obwohl wir so klein sind, haben wir von Beginn an Wert darauf gelegt, Forschung zu betreiben und Forschungsprojekte zu realisieren“, betont Bauer. Aus diesen Forschungen heraus seien innovative Instrumente für die Weiterentwicklung von Unternehmen entstanden – so auch zum Thema „Unternehmenskultur“.

Erklären sich so ohne Mühe die beiden Geschäftsfelder „Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz“ sowie „Unternehmens- und Personalentwicklung“, erfordert „Bergbau international“ noch eine nähere Erläuterung.

Und die gelingt beispielsweise mit dem Engagement von CBM in der Mongolei. Dort hat man sich zum Ziel gesetzt, die rohstoffreiche Region in die Lage zu versetzen, Bodenschätze selbst zu verarbeiten und so bei der Gewinnschöpfung deutlich mehr zu profitieren als in der Vergangenheit.

Auch ein derzeit laufendes Forschungsprojekt zur Boden-Tiefenerkundung, auf der Suche nach schöpfenswerten Rohstoffen ohne den Einsatz so genannter Spreng-Seismik, ist aktuell Teil dieses Portfolios. Gerade bei internationalen Projekten wie dem in der Mongolei arbeite man – und auch das ist für Bauer ein Grund für die Auszeichnung – mit einem ausgeprägten, interkulturellen Ansatz.