| 22:40 Uhr

Regionalliga-Reform
Aufstiegs-Regelung bis 15. April klar

DFB-Präsident Reinhard Grindel erneuert 
seine Kritik.
Foto: Charisius/dpa
DFB-Präsident Reinhard Grindel erneuert seine Kritik. Foto: Charisius/dpa FOTO: dpa / Christian Charisius
Hamburg. DFB-Präium unterstützt den Vorschlag mit künftig vier Regionalliga-Staffeln. sid

Im Dauerstreit um die Aufstiegs-Reform in der Regionalliga hält das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am eingeschlagenen Weg fest. Das Gremium beauftragte am Freitag nach einer Sitzung in Hamburg die Landes- und Regionalverbände, gemeinsam mit den Vereinen aus der 3. Liga und den Regionalligen bis zum 15. April 2019 einen konkreten Reformvorschlag vorzulegen.

„Unter Beibehaltung der eingleisigen 3. Liga bleibt das vorrangige Ziel die Reduzierung der Regionalliga von fünf auf vier Staffeln, aus denen alle vier Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen“, teilte der DFB mit. Eine endgültige Entscheidung, wie der Auf- und Abstieg ab der Saison 2020/2021 konkret geregelt wird, soll beim DFB-Bundestag 2019 fallen.

Der von einer Arbeitsgruppe vorgelegte Vorschlag beinhaltet, im ersten Schritt den Flächenbereich des DFB in zwei Gebiete aufzuteilen, in denen jeweils zwei Regionalligen gebildet und je zwei Aufsteiger ermittelt werden sollen. Zu klären ist nun, wie die genaue Einteilung der Ligen aussehen soll.



Das eine Gebiet umfasst die Regionalligen West und Südwest. Das zweite bilden die Ligen Nord, Nordost und Bayern – die aber ebenfalls nur zwei Aufstiegsplätze erhalten sollen. „Sollten die Regionalverbände Nord und Nordost sowie der Landesverband Bayern gemeinsam mit den Vereinen zu keiner Aufteilung in zwei Staffeln gelangen, hätten sie dem Bundestag eine genaue Begründung darzulegen, wie stattdessen die beiden Aufsteiger in ihrem Gebiet zu ermitteln sind“, teilte der DFB mit. In den vergangenen Tagen hatte es unter allen Beteiligten heftige Auseinandersetzungen und Schuldzuweisungen gegeben. Auch am Freitag kritisierte DFB-Präsident Reinhard Grindel die Drittligisten noch einmal für deren Proteste gegen die Reform. Sie wollen dauerhaft nun doch keine vier Absteiger stellen. „Ich rate allen Beteiligten, sich um Sachlichkeit zu bemühen“, sagte Grindel der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Man kann nicht immer nur sagen, was alles nicht geht.“ Unter dem Motto „Stillstehen gegen den Stillstand“ hatten die Drittligisten vor einer Woche für eine Minute auf dem Platz gegen die Reformpläne protestiert.