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Neues von der IFA
Mit schlauen Uhren im Geschäft bezahlen

Sonys intelligentes Wena-Armband gibt es separat oder zusammen mit einer klassischen Uhr.
Sonys intelligentes Wena-Armband gibt es separat oder zusammen mit einer klassischen Uhr. FOTO: dpa-tmn / Robert Günther
Berlin. Viele Hersteller stellen auf der Technikmesse IFA neue Smartwatch-Modelle vor – darunter ist ein intelligentes Armband. Von Dirk Averesch und dpa

Smartwatches, also Uhren mit Display und integriertem Computer-Chip, gibt es für verschiedenste Zwecke und sie werden immer autonomer. Das zeigt ein Blick auf neue Modelle, die auf der Technikmesse IFA noch bis 5. September zu sehen sind.

So hat die Fossil-Gruppe in Berlin neue Uhren mit eigenem GPS-Modul vorgestellt, die Distanzen ohne ein verbundenes Smartphone messen, Routen aufzeichnen und anzeigen können. Darunter ist die minimalistisch gestaltete Skagen Falster 2, die Lifestyle und Sport verbinden soll. Dank eines eingebauten NFC-Chips kann der Nutzer mit der Falster zum Beispiel via Google Pay beim Einkaufen kontaktlos zahlen. Für Sportler bringt die Uhr eine Herzfrequenzmessfunktion mit, außerdem ist sie wasserdicht. Einen Preis nannte Fossil noch nicht.

Auf der Falster 2 läuft Googles Wear OS. Der Internetkonzern hat das Betriebssystem für Smartwatches passend zur IFA aktualisiert. Es gibt neue Wischgesten, mit denen Nutzer einen schnellen Zugriff auf Informationen und Benachrichtigungen erhalten oder Funktionen wie Google Pay aufrufen können. Wer Googles Assistant-Software nutzt, erhält nun auch personalisierte Informationen, Hinweise oder Erinnerungen direkt auf seine Smartwatch.



Als Fashion-Smartwatch bezeichnet Sony seine neue FES Watch U. Der Nutzer kann jederzeit Design und Aussehen der Uhr ändern. Das Ziffernblatt sowie große Teile des Armbands bestehen aus sogenanntem E-Paper, das auch E-Reader wie Amazons Kindle nutzen. Der Vorteil der dieser Displays ist, dass sie Strom nur benötigen, wenn sich der Inhalt der Anzeige ändert. Gestalten können Kunden die Uhr in der zugehörigen App für Android und iOS – oder sie greifen auf mehr als 100 vorinstallierte Designs zurück. Das E-Paper-Display kann allerdings nur die Farben Schwarz und Weiß darstellen. Die FES Watch U soll im September in Silber und mit Mineralglas für 600 Euro sowie in Schwarz mit Saphirglas und Titanionen-Beschichtung für 800 Euro zu haben sein.

Ein weiteres ungewöhnliches Konzept von Sony heißt Wena. Es soll eine Smartwatch sein für alle, die eigentlich gar keine haben wollen. Die gesamte Technik ist im Armband versteckt, das sich mit einer bereits vorhandenen klassischen Uhr verbinden lässt. Zudem bietet Sony analoge Wena-Uhren an, von der kleinen Eckigen bis zum großen Chronographen, die mit dem Armband verbunden werden können. Um Benachrichtigungen sehen zu können, muss der Träger sein Handgelenk nur kurz um 180 Grad drehen: Anzeigen und LEDs versteckt Sony da, wo bei einem normalen Armband die Schließe ist. Das smarte Wena-Armband gibt es in einer Version mit Funktionen für Sportler aus einem gummiartigen Material oder in vielen Leder- oder Metallvariationen. Bislang ist es zwar nur in Japan und Hongkong erhältlich. Laut Sony könnte das Armband aber bald auch auf den deutschen Markt kommen. Der Preis für ein Armband liegt bei ungefähr 350 Euro. Wer eine Wena-Uhr dazu kaufen möchte, landet bei 600 Euro.

An Naturbegeisterte richtet sich Casio mit dem Modell WSD-F30. Sie ist eine Mischung aus Smartwatch und Sportuhr, die bis 5 Bar, also 50 Meter Tauchtiefe, wasserdicht sein soll. Sie läuft ebenfalls mit Googles Wear OS und soll Ende Januar 2019 auf den Markt kommen – der Preis steht noch nicht fest. Auch Casio setzt beim 1,2-Zoll-Display auf zwei verschiedene Bildschirm-Technologien, um Strom zu sparen. Zentral ist die GPS- und Kartenfunktion, für deren Aufruf die Uhr einen physischen Knopf hat. Spezial-Modi gibt es fürs Trekking, Angeln, Radfahren, Paddeln und Aktivitäten im Schnee. Auch ein Barometer, einen digitalen Kompass und Höhenmesser stehen den Nutzern zur Verfügung.

Die Vivosmart 4 von Garmin zeigt dem Träger einen Gesamtwert für seine körperliche Verfassung an und gibt auf dessen Basis konkrete Tipps für Bewegung im Alltag oder das Training. Nach Angaben des Herstellers ist auch eine Schlafanalyse-Funktion vorhanden. Die Vivosmart 4 wird noch im Laufe des September erhältlich sein und kostet 140 Euro.