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Ermittlungen gegen Homburgs Ex-Bürgermeister
Anklage gegen Klaus Roth um Untreue ergänzt

Homburg. Im Oktober 2019 hatte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken Anklage gegen Homburgs Ex-Bürgermeister Klaus Roth (CDU) erhoben – wegen Betrugs in einem besonders schweren Fall in Tateinheit mit Bestechlichkeit. Von Eric Kolling

Ebenfalls angeklagt hatte sie den Geschäftsführer eines IT-Unternehmens sowie den Inhaber einer Homburger Elektrotechnikfirma wegen „mittäter-schaftlich begangenen Betrugs in Tateinheit mit Bestechung beziehungsweise Beihilfe“. Hinter den Kulissen ging es seitdem hin und her, unter anderem wechselten ein Mitangeklagter und Roth ihre Anwälte. Pressestaatsanwalt Dennis Zahedi erklärt: „Nach der Anklageerhebung wurde die Akte vom Landgericht Saarbrücken vor Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens an die Staatsanwaltschaft mit der Anregung zurückgesandt, einen weiteren Zeugen zu vernehmen.“ Das habe man getan. Bei dem Zeugen handelt es sich laut Gericht um Ex-Oberbürgermeister Karlheinz Schöner (CDU). Nach dessen Befragung habe man laut Zahedi die Anklage „geringfügig modifiziert“. Der Tatvorwurf wurde – soweit Betrug angeklagt ist – um den der tateinheitlich begangenen Untreue durch Roth und der Beihilfe hierzu durch die Mitangeschuldigten ergänzt. Das Gericht muss entscheiden, ob es ein Hauptverfahren eröffnet und wann. Klar ist: Anders als von Roths Ex-Verteidiger Jens Schmidt gefordert, hat die Staatsanwaltschaft kein Gutachten erstellen lassen, ob der Stadt überhaupt ein Schaden entstanden ist.