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FSV Jägersburg
Von der ersten Meisterschaft 1952 bis zur Gegenwart

Harald Schwind, seit 40 Jahren Vorsitzender des FSV Jägersburg, nahm nicht nur die Glückwünsche des Kreisvorsitzenden Günther Brabänder (rechts) entgegen, sondern auch als Geschenk einen Fußball.
Harald Schwind, seit 40 Jahren Vorsitzender des FSV Jägersburg, nahm nicht nur die Glückwünsche des Kreisvorsitzenden Günther Brabänder (rechts) entgegen, sondern auch als Geschenk einen Fußball. FOTO: Markus Hagen
Jägersburg. Der Rückblick auf die ereignisreiche 90-jährige Vereinsgeschichte stand beim Festkommers des FSV Jägersburg im Mittelpunkt.

90 Jahre alt wird der FSV Jägersburg in diesem Jahr. Ein besonderer Anlass, um am vergangenen Samstag in die schmucke Alois-Omlor-Halle zu einem Festakt einzuladen. Viele Gäste und Freunde des Traditionsvereins waren gekommen, darunter auch die ehemaligen Meistertrainer Hans Staufer, Heinz Histing und Marco Emich.

Der FSV Jägersburg kann auf runde und auch ereignisreiche 90 Jahre zurückblicken. Sportlich, aber auch kulturell lief es in den vergangenen Jahrzehnten rund. Stolz kann der Verein auf ein eigenes Clubheim und die Veranstaltungshalle schauen. Zur schmucken FSV-Anlage im Alois-Omlor-Sportpark gehören ein Rasen- und Kunstrasenplatz.

Die erste Mannschaft spielt in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar eine ordentliche Rolle. Die Entwicklung vom kleinen Dorfverein bis zur aktuellen Nummer fünf im Saarfußball ist mehr als bemerkenswert, wie die Besucher des Festkommerses am Samstagabend im Rückblick auf die 90-jährige Vereinsgeschichte durch den Vorsitzenden Martin Germann eindrucksvoll aufgezeigt bekamen.



Germann erinnerte an die Gründungszeit des FSV Jägersburg. Es war der 1. April 1928, als sich einige Fußballbegeisterte in Jägersburg im Gasthaus Mehl trafen, um den „FV Viktoria Jägersburg“ aus der Taufe zu heben. Wilhelm Schulz wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Gespielt wurde auf dem Sportplatz Schlossplan, ehe man noch vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs am „Eiskeller“, dem heutigen Gelände des Turnvereins, den Spielbetrieb aufnahm. In den Kriegswirren wurde kein Fußball gespielt. 1946 wurde im Gasthaus Baumbauer der Verein unter seinem heutigen Namen „FSV Viktoria Jägersburg“ wieder neu gegründet und dies, obwohl nach Kriegsende die Neugründung von Vereinen vorerst verboten war.

Bilder aus dem Archiv des FSV Jägersburg zeigten die ersten Mannschaften der Lila-Weißen, so auch das Team von 1946. „Beziehungen zur französischen Kommandantur halfen bei der Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg“, berichtete Martin Germann. Die erste Meisterschaft wurde 1952 eingefahren. Inzwischen war auch der erste Hartplatz auf dem heutigen Gelände des FSV fertiggestellt und eingeweiht worden. In den 60er Jahren wurde das heutige Sportheim mit Halle dazugebaut und Ende der 60er Jahre offiziell in Betrieb genommen.

Die erste Damenmannschaft mit Trainer Ludwig Ecker wurde 1969 vorgestellt. Bis zur Einstellung der Mädchen- und Frauenfußballabteilung aus internen Gründen 2014, gab es viele Erfolge bei den Mädchen und Frauen zu notieren. Hildegard Emser und Arno Auffenfeld waren viele Jahre die Triebfedern dieser Abteilung. Sieben Mal wurden die FSV-Frauen Landespokalsieger. Von 2004 bis 2006 spielten sie sogar in der Zweiten Bundesliga. Nach dem Abstieg 2006 wurden sie ein Jahr später Meister in der Regionalliga Südwest und spielten daraufhin von 2007 bis 2008 wieder in der Zweiten Liga. Anerkennende Worte für die Arbeit und das bisher Erreichte in 90 Jahren Vereinsgeschichte gab es von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind. „Der FSV Jägersburg ist die richtige Anlaufstelle auch für Jugendliche.“

(ha)