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30.08.2010 00:02

Einöd

Saar-Umweltministerin Simone Peter, die gestern das Biosphärenfest in Einöd eröffnete, sieht im Biosphärenreservat eine Model-Region, die das Zusammenwirken von Ökologie, Ökonomie und Sozialem verdeutliche. Viel sei seit der Anerkennung 2009 passiert.

Von Merkur-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Einöd. Ja, sie hatten ihren Spaß, die großen und kleinen Gäste des Biosphärenfestes 2010 gestern in Einöd - trotz des nicht wirklich besucherfreudigen Wetters. Fast 100 Angebote säumten die Hauptstraße, zu sehen, riechen, fühlen und natürlich auch zu schmecken gab es ohne Unterlass etwas. Eine Art von Leistungsschau über das, was im Biosphärenreservat Bliesgau möglich und machbar ist, sollte es sein, das eintägige Spektakel in Einöd. Und wer die Stände entlang ging, hier, und da einen genaueren Blick riskierte und sich eingehend mit dem beschäftigte, was dort angeboten wurde, der konnte schnell den Eindruck gewinnen, es hat sich viel getan und es tut sich noch viel mehr.

Umweltministerin Simone Peter, die das Fest offiziell eröffnete, ließ dann auch keinen Zweifel an der Bedeutung des Biosphärenreservates für die Zukunft einer ganzen Region. "Dieses Biosphärenreservat betrachte ich als Leitprojekt. Es ist eine Model-Region, die den abstrakten Begriff des nachhaltigen Miteinanders und Wirtschaftens veranschaulicht und das Zusammenwirken von Ökologie, Ökonomie und Sozialem verdeutlicht." Gefragt, wo das Biosphärenreservat in seiner Entwicklung gegenwärtig stehe, sagte Peter: "Die Biosphäre steht mitten drin in ihrer Entwicklung. Seit der Anerkennung im vergangenen Jahr ist vieles passiert. Wir sind jetzt dabei das Rahmenkonzept zu entwicklen und konnten auch schon einige gute Einflüsse in der Vermarktung und im touristischen Bereich feststellen. Jetzt gilt es, die Vielzahl von Aspekten im Gefüge von Stadt und Land zusammenzubringen und die Chancen herauszuarbeiten."

Eine Chance ist das Biosphärenreservat auch für Einöd, dessen ist sich Ortsvorsteher Karl Schuberth sicher. "Auch wenn wir nicht mittendrin liegen, sondern eher am Rande, wird das Biosphärenreservat für uns eine große Bedeutung haben. Wir haben schon jetzt Betriebe, die von der Vermarktung über die Biosphäre profitieren, so die Bliestal-Ölmühle. Und auch im Bereich der Touristik sehe ich für uns Potenzial, vor allem, wenn wir das Projekt Tor zur Biosphäre am alten Bahnhof umgesetzt haben."

Meinung

An der Zukunft wird gearbeitet

Von Merkur-Mitarbeiter

Ralph Schäfer

Die Anerkennung im vergangenen Jahr war die Initialzündung für die Zukunftsarbeit. Gestern konnte man beim Biosphärenfest in Einöd aus berufenem Munde hören, dass die Biosphäre Bliesgau ein Leitprojekt ist, und das mit großer Zukunft. Vor allem aber konnten Tausende in Einöd nicht nur hören, sondern auch sehen und erleben, was im Biosphärenreservat geht und möglich ist. Hier wird an einer Zukunft gearbeitet, die Ökonomie und Ökologie vereint. Gerade dem Tourismus wird künftig große Bedeutung zukommen. Gerade in diesem Bereich gibt es in der Biosphäre Möglichkeiten, mit denen man Besucher aus nah und fern anlocken kann. Eine herrliche Landschaft, immer mehr regionale Produkte und attraktive Sehenswürdigkeiten sollten das Ihre dazutun, um das Reservat für die Menschen stetig noch attraktiver zu machen. Ein Fest wie das gestrige ist dabei ganz sicher hilfreich.


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