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Homburg

Nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand wurde eine 77-jährige Homburgerin Opfer eines Raubmords. Sie wurde von ihrem Bruder und einer Bekannten tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Von Merkur-Mitarbeiter Thorsten Wolf

Homburg. Eine 77-jährige Homburgerin wurde nach gegenwärtigem Ermittlungsstand in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Opfer eines Raubmordes. In einer kurzen Pressemitteilung informierte die Landespolizeidirektion in Saarbrücken am frühen Samstag darüber, dass die Frau, nachdem sie zwei Tage nicht erreichbar gewesen war, tot von ihrem Bruder und einer Bekannten in ihrer Wohnung aufgefunden worden war. Laut Angaben der Polizei war die Wohnung des Opfers durchsucht worden, dies würde den vorläufigen Schluss zulassen, es handele sich um einen Raubmord.

Über den ganzen Samstag hinweg hatte die Polizei eine Nachrichtensperre zu weiteren Informationen verhängt. „Dies erfolgt aus ermittlungstaktischen Gründen“, so ein Mitarbeiter des Kriminal-Dauerdienstes am Samstagnachmittag auf Nachfrage unserer Zeitung. Stillschweigen herrschte auf allen Ebenen. So erklärte Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner am Samstagnachmittag, er sei von den zuständigen Ermittlungsbehörden über den Vorfall informiert worden, „könne aber auf Bitte der Polizei zu näheren Umständen keine Angaben machen.“

Erst ein anonymer Hinweis aus der Bevölkerung brachte am Samstagabend, damit vor einer weiteren Stellungnahme der Landespolizeidirektion, weitere Klarheit, vor allem über den Schauplatz des Verbrechens: Das hatte sich in der Homburger Ringstraße zugetragen. Dort waren am späteren Samstag Mitarbeiter der Tatortbereitschaft damit beschäftigt, Spuren zu sichern, andere Beamte setzten die Befragung von Nachbarn fort. Die zeigten sich entsetzt über den Vorfall und standen den Ermittlern für Aussagen zur Verfügung. „Ich wurde gefragt, ob mir etwas Besonderes in den vergangenen Tagen aufgefallen wäre“, so ein Nachbarin, die anonym bleiben wollte. „Leider konnte ich da nicht weiterhelfen.“

Für das Opfer war unterdessen eine Obduktion in der Gerichtsmedizin angeordnet worden, eine Mordkommission wurde mit den weiteren Ermittlungen beauftragt.

Gestern dann gab die Landespolizeidirektion weitere Informationen zum Raubmord in der Homburger Ringstraße bekannt. „Die 77-Jährige wurde, so das Ergebnis der Obduktion vom Samstag, erdrosselt“, präzisierte Georg Himbert, Pressesprecher der Landespolizeidirektion in Saarbrücken, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Zudem sei sie schwer am Kopf verletzt worden. „Gegenwärtig gibt es keine heiße Spur, wir ermitteln im Umfeld des Opfers. Aktuell sind Beamte der Tatortbereitschaft mit dem weiteren Sichern von Spuren beschäftigt.“

08.02.2010 07:16 Merkur testen: 3 Wochen für 5 Euro

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