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Spielerisch und grafisch ist NHL 17 kaum zu toppen – Doch das erzählerische Element fehlt



Zweibrücken
Genial animiert, schlecht präsentiert
Spielerisch und grafisch ist NHL 17 kaum zu toppen – Doch das erzählerische Element fehlt

Von Gerrit Dauelsberg, 07.11.2016 14:24
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Wer sich ein richtig gutes Eishockeyspiel kaufen möchte, macht bei „NHL 17“ überhaupt nichts falsch. Allerdings könnte die jetzt erschienene Neuauflage aus der bekannten EA-Reihe noch besser sein.

Zugegeben, die Popularität wie etwa in Kanada oder den USA hat Eishockey hierzulande nicht. Trotzdem begeistern sich auch in Deutschland viele Menschen für den rasanten, körperbetonten Sport. Und Zweibrücken ist mit seinen Hornets so etwas wie eine Eishockey-Hochburg in unserer Region. So dürften sich gerade in der Rosenstadt viele Videospiel-Fans für den neusten Ableger der NHL-Reihe von EA interessieren, der jetzt unter anderem für die Playstation 4 erschienen ist. Und – soviel vorab – sie werden nicht enttäuscht sein.

 
           
 
 

Was EA spielerisch und grafisch abliefert, ist beeindruckend. Mit viel Liebe zum Detail sind die Eishockey-Partien inszeniert. Die Fans und die Arenen wurden dabei ebenso genial animiert wie die Spieler selbst. In der Hinsicht gibt es gar rein nichts zu meckern. Und auch spielerisch bewegt sich NHL 17 auf einem Topniveau. Die Steuerung ist sehr intuitiv und lässt sich auch für Anfänger leicht erlernen. Dabei helfen auf Wunsch Traineranweisungen, die einem während des Spiels sagen, welche Tasten man in der jeweiligen Situation sinnvollerweise drücken sollte. Und zwischendurch und nach dem Spiel gibt es ein Feedback zur eigenen Leistung mit wirklich sehr konstruktiven Verbesserungsvorschlägen. Mit fünf Schwierigkeitsgraden ist das Spiel ohnehin für Anfänger wie für Profis geeignet. Perfekt für alle, die einfach spielen wollen.

 
           
 
 

Gibt es denn überhaupt etwas zu kritisieren an NHL 17? Ja, durchaus. Es mangelt an der richtigen Präsentation. Und das ist ärgerlich. Denn eigentlich liefert EA zusätzlich zu den grafischen und spielerischen Glanzlichtern eine ganze Reihe interessanter Modi: So kann man etwa eine Manager-Karriere bei einem NHL-Team starten. Hier gilt es nicht nur, auf dem Eis zu überzeugen und dafür die richtigen Spieler zu verpflichten, sondern auch abseits davon für die passenden Rahmenbedingungen zu sorgen: mit einem funktionierenden Marketing, einem modernen Stadion und florierenden Finanzen. Notfalls kann man mit dem Team sogar kurzerhand umziehen. Auch als einzelner Spieler kann man eine Karriere starten, was spielerisch gut umgesetzt ist. Dazu kommen erstmals der World Cup of Hockey sowie der Draft-Champion-Modus, bei dem man sich ein eigenes Fantasie-Team zusammenstellen kann. Auch der Ultimate-Team-Modus ist wieder enthalten.
 

Auf unserer Games-Seite findet ihr weitere Tests

 

Unverständlich ist, warum EA vor allem bei den Karriere-Modi auf so etwas wie Zwischensequenzen, die die Entwicklung des Klubs oder des Spielers erzählen, verzichtet. Merkwürdig ist das vor allem, weil man beim neuen Fifa-Teil mit dem – sicherlich nicht perfekten – filmähnlichen Story-Modus rund um Alex Hunter einen entgegengesetzten Weg geht. Stattdessen werden erreichte Meilensteine sehr textlastig und langweilig verkündet. Geschichten abseits des Eises fehlen komplett. Diese schlechte Präsentation ist nicht motivationsfördernd.


Spielwertung (Schulnote): 2+

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