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Stadt will auf 31 Hektar großer Fläche künftig Gewerbe und Industrie ansiedeln



Homburg
Erdbeerland soll weichen
Stadt will auf 31 Hektar großer Fläche künftig Gewerbe und Industrie ansiedeln

Von Thorsten Wolf, 22.10.2015 00:00
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Das so genannte Erdbeerland zwischen dem Industriegebiet Zunderbaum und dem Lappentascherhof umfasst 31 Hektar und könnte Homburg weitere Gewerbeflächen bringen. Foto: Thorsten Wolf Foto: Thorsten Wolf
Wenn es nach dem Willen der Homburger Stadtoberen geht, soll das so genannte Erdbeerland mit einer Fläche von 31 Hektar für künftige Industrie- und Gewerbeansiedlungen ausgewiesen werden.
Will eine Kommune heute die eigene Kasse aufbessern, dann braucht sie Unternehmen, die Gewerbesteuer zahlen. Und für solche Unternehmen braucht es Fläche. In Homburg wird hier immer wieder das Gelände des alten Bundeswehrdepots Zunderbaum genannt, heute ein gleichnamiger Industriepark. Aber: An dieser gewerblich-industriellen Expansionsmöglichkeit hat Homburg nur einen eher kleinen Anteil, der größere liegt auf Kirkeler Gebiet. So hat man vor einiger Zeit in der Stadt den Entschluss getroffen, das so genannte Erdbeerland, eine Fläche von 31 Hektar und gelegen zwischen dem Zunderbaum und dem Lappentascherhof, für Industrie- und Gewerbeansiedlungen auszuweisen.

Das Problem: „Diese Fläche verteilt sich auf 39 Grundstückseigentümer, davon zwölf Erbengemeinschaften“, wie Stadtpressesprecher Jürgen Kruthoff gegenüber unserer Zeitung schilderte. Um aus diesem „Flickenteppich“ nun eine vermarktbare Fläche zu machen, wurde schon vor einiger Zeit ein so genanntes „Umlegeverfahren“, durchgeführt von der Verwaltung des Saarpfalz-Kreises, angestoßen. Zum Hintergrund: Eine solche Umlegung (auch Baulandumlegung genannt) ist ein gesetzlich normiertes, förmliches Grundstücksflächentauschverfahren, das im Baugesetzbuch geregelt ist. Bei einer solchen Umlegung sollen Grundstücke geschaffen werden, die nach Lage, Form und Größe für eine bauliche oder sonstige Nutzung geeignet sind. Kruthoff: „Die einzelnen Parzellen des Erdbeerlandes, die teilweise auch sehr schmal und sehr lang sind, sind kaum zu vermarkten oder zu nutzen. Daher ist eine Umlegung in jedem Fall sinnvoll.“ Die Stadt selbst habe eigene Flächen von rund 40 000 Quadratmetern auf dem Erdbeerland.

Zwischenzeitlich, und damit befasste sich kürzlich der Homburger Stadtrat, seien der Stadt um Zuge dieses Umlegeverfahrens 112 000 Quadratmeter angeboten worden. „Mit den städtischen Flächen ergibt dies eine Gesamtfläche von rund 152 000 Quadratmetern, also ungefähr 50 Prozent des gesamten Areals - wenn diese angebotenen Flächen von der Stadt beziehungsweise der Homburger Parkhaus und Stadtbus GmbH erworben werden, da die Stadt vermutlich das Geld so nicht aufbringen kann.“ Da man so einen relevanten Zugriff in Aussicht habe, habe sich der Stadtrat einstimmig dafür ausgesprochen, die Verkehrserschließung des Erdbeerlandes auf den Weg zu bringen. Damit könne es nun, so Kruthoff, im Umlegeverfahren weitergehen, „Da es voraussichtlich nicht zu großflächigen Ansiedlungen kommen wird, ist eine Erschließung vorgesehen, die auch die Vermarktung von kleineren Parzellen ermöglicht.“ Die Ausbauplanung stelle dabei aber nur eine Grundlage dar, „sollte es doch noch Großansiedlungen geben, kann diese noch geändert werden“.
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