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So entwickelt sich die Mobilfunkbranche in Deutschland



Berlin
So entwickelt sich die Mobilfunkbranche in Deutschland
21.04.2017 02:00
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Wer den passenden Mobilfunkvertrag sucht, muss Preise vergleichen und genau rechnen. Die Angebote unterscheiden sich teilweise erheblich. Foto: DPA

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(dpa) Wer heute seinen Mobilfunkvertrag verlängern will oder in einen neuen Tarif bei einem anderen Anbieter wechseln möchte, kann zwischen unzähligen Optionen wählen. Aber was sind die aktuellen Mobilfunk-Entwicklungen und mit welchen Kosten müssen Kunden rechnen?

Im europäischen Vergleich ist Mobilfunk in Deutschland recht teuer. Für 30 Euro bekommt ein deutscher Kunde laut dem Unternehmen Digital Fuel Monitor maximal sechs Gigabyte monatliches Datenvolumen. In vielen Nachbarländern zahlt man deutlich weniger. Dass die Preise deswegen hierzulande sinken, ist aber nicht zu erwarten. „Es muss eine immer höhere Übertragungsgeschwindigkeit her“, sagt Key Pousttchi, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Universität Potsdam. Die Mobilfunkanbieter versuchten, das Geld für die schnelleren Verbindungen durch teurere Datentarife hereinzuholen.

Trotz der vergleichsweise hohen Preise steigt der Datenverkehr in deutschen Mobilfunknetzen. Nach Zahlen des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) 2016 um fast ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr. „Pro SIM-Karte wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich rund 510 Megabyte pro Monat verbraucht“, sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Telefongespräche und SMS verlieren hingegen weiter an Bedeutung.

Die meisten Verbraucher haben eine Flatrate in alle Telefonnetze und einen festen Handy-Vertrag. Prepaid-Angebote nutzen hingegen vornehmlich Jugendliche sowie Menschen, die über 50 sind, sagt Key Pousttchi. Die meisten Flatrates werden aber ab einem bestimmten Datenvolumen gedrosselt, also auf 64 oder 32 Kilobit pro Sekunde begrenzt. Normales Surfen im Internet ist damit nahezu unmöglich.

Laut VATM geht der Trend von einfachen Mobilfunkvertrag hin zu Bündeltarifen. Besonders Telekom, Vodafone und O2 fassen bislang getrennte Bereiche wie Festnetz, Mobilfunk oder Fernsehen in einem Tarif zusammen.

Die Vertragslaufzeiten sind mittlerweile recht flexibel. Der klassische Zweijahresvertrag wird laut VATM noch immer am häufigsten abgeschlossen. Für ihn sprechen meist niedrigere Kosten. Daneben gibt es aber immer mehr jährlich oder monatlich kündbare Verträge.

Ein Smartphone gleichzeitig mit dem Vertrag zu beziehen, lohnt sich meistens nicht. „In der Regel sind im Vertrag enthaltene Smartphones teurer statt günstiger, aber es gibt auch gute Angebote“, sagt Markus Weidner von teltarif.de. Kunden müssten daher unbedingt vor Vertragsabschluss prüfen, ob das Telefon im freien Handel nicht billiger sei.

Surfen und telefonieren im EU-Ausland wird für viele Verbraucher ab dem 15. Juni deutlich günstiger, weil die Roaming-Gebühren wegfallen. Viele Mobilfunkbetreiber reagieren darauf allerdings, indem sie Verträge anbieten, die sich im Ausland nicht nutzen lassen.

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