"Lebacher Eier" machten Kelten nicht reich

Von SZ-Mitarbeiter Frank Faber

Nonnweiler. 45 Wochen habe das Forschungsteam am Hunnenring gegraben, 13 Wochen prospektiert. 16 Grabungsflächen sind geöffnet worden, und rund 5000 Fotos vom Nordwall geschossen worden. "So langsam begreifen wir, was der Hunnenring gewesen ist, und wie die Menschen dort gelebt haben", sagte die Archäologin bei der Buchpräsentation in der Nonnweiler Kurhalle (Veröffentlicht am 16.02.2011)

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Dr. Sabine Hornung stellte die Ergebnisse der neuesten Forschungen am Hunnenring vor. Foto: Faber

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Die berühmtem "Lebacher Eier". Foto: SZ

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Nonnweiler. 45 Wochen habe das Forschungsteam am Hunnenring gegraben, 13 Wochen prospektiert. 16 Grabungsflächen sind geöffnet worden, und rund 5000 Fotos vom Nordwall geschossen worden. "So langsam begreifen wir, was der Hunnenring gewesen ist, und wie die Menschen dort gelebt haben", sagte die Archäologin bei der Buchpräsentation in der Nonnweiler Kurhalle. Mit belegbaren Erkenntnissen werde das Bild der Zeit von damals immer klarer. Eine erste keltische Besiedelung datierte sie auf das 4. Jahrhundert vor Christus. "Mehr oder weniger zeitgleich mit den Fürstengräber in Schwarzenbach", ergänzte Dr. Martin Schönfelder vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz, mit einer neuen Erkenntnis.

Die erste Entwicklung keltischer Kunst biete viele Möglichkeiten. Die Einbindung des Umfeldes und deren Ressourcen sei dazu ganz wichtig. Schönfelder stellte den Hunnenring in Kontext zu den Grabfeldern in Hermeskeil, dem Vicus "Spätzrech", dem Gräberfeld "In der Kripp" zwischen Schwarzenbach und Sötern, und den Fürstengräbern. Er berichtete, dass die Mauern des Nordwalles zwischen den Jahren 80 und 70 vor Christus entstanden seinen. Die Forscher gehen davon, dass der Hunnenring bis etwa 50 vor Christus dicht besiedelt war. "Die Römer sind schuld daran, dass die Menschen vom Hunnenring vertrieben wurden", schilderte Hornung.

Kein anderer Wirtschaftszweig hat die Landschaft unmittelbar um den Hunnenring so nachhaltig geprägt wie die Eisenindustrie. Hornung beschrieb ein Handelszentrum, dass Schmiedearbeiten produzierte.

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