"Lebacher Eier" machten Kelten nicht reich
Nonnweiler. 45 Wochen habe das Forschungsteam am Hunnenring gegraben, 13 Wochen prospektiert. 16 Grabungsflächen sind geöffnet worden, und rund 5000 Fotos vom Nordwall geschossen worden. "So langsam begreifen wir, was der Hunnenring gewesen ist, und wie die Menschen dort gelebt haben", sagte die Archäologin bei der Buchpräsentation in der Nonnweiler Kurhalle (Veröffentlicht am 16.02.2011)
Die erste Entwicklung keltischer Kunst biete viele Möglichkeiten. Die Einbindung des Umfeldes und deren Ressourcen sei dazu ganz wichtig. Schönfelder stellte den Hunnenring in Kontext zu den Grabfeldern in Hermeskeil, dem Vicus "Spätzrech", dem Gräberfeld "In der Kripp" zwischen Schwarzenbach und Sötern, und den Fürstengräbern. Er berichtete, dass die Mauern des Nordwalles zwischen den Jahren 80 und 70 vor Christus entstanden seinen. Die Forscher gehen davon, dass der Hunnenring bis etwa 50 vor Christus dicht besiedelt war. "Die Römer sind schuld daran, dass die Menschen vom Hunnenring vertrieben wurden", schilderte Hornung.
Kein anderer Wirtschaftszweig hat die Landschaft unmittelbar um den Hunnenring so nachhaltig geprägt wie die Eisenindustrie. Hornung beschrieb ein Handelszentrum, dass Schmiedearbeiten produzierte.


